Lafarge-Verkauf: Schock in der Belegschaft

GBH fordert eine Arbeitsplatzgarantie vom Käufer

Wien (OTS/ÖGB) - Der Lafarge-Konzern will bis Ende des Jahres das Zementwerk in Mannersdorf am Leithagebirge verkaufen. Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Landesgeschäftsführer Rudolf Silvan schlägt Alarm:
"Die Verunsicherung bei den Beschäftigten und die Angst um den Job ist sehr groß. Aktuell sind im Werk 111 Menschen beschäftigt, davon 72 Arbeiter, 39 Angestellte und dazu 10 Lehrlinge."++++

Ins gleiche Horn stößt Manfred Fiala, Betriebsratsvorsitzender: "Seit der Lafarge-Konzern die Firma Perlmooser gekauft hat, wurde die Belegschaft bereits um die Hälfte reduziert. Wenn es zu einem Verkauf kommt, braucht unsere Belegschaft eine Gewissheit über ihre Zukunft. Mit einer so großen Ungewissheit kann man nicht leben."
Die Werke in Rodaun, Kirchbichl in Tirol sowie sämtliche Immobilien der Firma Perlmooser wurden bereits verkauft.
Silvan: "Wenn schon Verkauf, dann darf es nur einen Käufer mit Arbeitsplatzgarantie geben. Diese Zusage muss der Konzern seinen Beschäftigten ehestmöglich geben. Die vorherrschende große Verunsicherung hat sich die Belegschaft nicht verdient. Immerhin geht es dabei um viele Familien und Existenzen!".
Infos zum Lafarge-Zementwerk in Mannersdorf am Leithagebirge: 1,1 Mio. Tonnen Zement werden pro Jahr im größten Zementwerk Österreichs produziert. 2013 betrug der Gewinn 17 Millionen Euro, 2012 waren es noch 20 Millionen Euro.

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GBH Niederösterreich, LGF Rudolf Silvan
Tel. 0664/614 55 14, rudolf.silvan@gbh.at
www.bau-holz.at

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