TV-MEDIA exklusiv: "Starnacht" killt "Musikantenstadl"

Ab 2016 droht dem Stadl das Aus. Wegen schlechter Deutschland-Quoten könnte die ARD als Co-Produzent aussteigen.

Wien (OTS) - In seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe berichtet das Fernsehmagazin TV-MEDIA über die 2016 wahrscheinliche Einstellung des Show-Dinos "Musikantenstadl".

Nachdem bereits seit 2010 die Anzahl der jährlich ausgestrahlten Shows unter der Moderation von Andy Borg auf fünf reduziert wurde (in den goldenen Zeiten der Sendung waren es doppelt so viele), droht ab 2016 das endgültige Aus: Co-Produktionspartner ARD, seit 1983 mit an Bord, hat dem ORF laut Insidern signalisiert, im übernächsten Jahr auszusteigen.

Grund für die deutsche Stadl-Unlust sind die auf unter vier Millionen Seher gesunkenen Quoten - ob sich der ORF trotz halbwegs stabiler Österreich-Werte (Schnitt 2013: 579.000 SeherInnen) die pro Ausgabe 1 Million Euro teure Show leisten will, ist mehr als fraglich.

Zumal der Stadl eine jüngere Konkurrenz bekommen hat, die vor allem den Verantwortlichen in Programmplanung und Politik mehr ans Herz gewachsen ist: die "Starnacht".

Im September übernimmt der BR erstmals die "Starnacht in der Wachau", will sich 2015 über Mutter ARD stärker als Co-Produzent einbringen und die Shows auch deutschlandweit zeigen. Ein weiteres Plus: Durch die touristische Verwertbarkeit stehen die Landeshauptleute von derzeit Kärnten und Niederösterreich auch mit prall gefülltem Fördertopf hinter dem flexiblen Sendekonzept.

Abgesehen von Andy Borg, dem ab 2016 durch diesen musikalischen Strategiewechsel seine Fernsehbühne abhanden kommen könnte, droht auch Alfons Haider, der seit 2008 durch die Schlagernacht führt, die Absetzung: Er ist den Programm-Machern der ARD nördlich von Bayern nicht bekannt genug.

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