Leitl gratuliert Juncker zur Wahl als Kommissionspräsident: "Der richtige Mann zur richtigen Zeit für ein starkes Europa"

Neuer Kommissionspräsident muss nun rasch sein Team zusammenstellen - Rückkehr Europas auf Wachstums- und Beschäftigungskurs Priorität der kommenden Jahre

Wien (OTS/PWK492) - "Ich gratuliere Jean-Claude Juncker zu seiner Wahl zum Präsidenten der Europäischen Kommission. Er ist der richtige Mann zur richtigen Zeit. Nun liegt es an ihm, zusammen mit den Mitgliedstaaten zügig seine Kommission zusammenzustellen und so rasch wie möglich mit der Arbeit zu beginnen", begrüßt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Ehrenpräsident des Europäischen Wirtschaftskammerndachverbandes EUROCHAMBRES, das heutige Votum im Europäischen Parlament.

"Juncker hat angekündigt, offen für Veränderungen und Reformen zu sein", so Leitl. Gerade in Nach-Krisen-Zeiten bestehe erhöhter Handlungsbedarf: "Wir müssen in Europa und ganz besonders in der Eurozone an einem Strang ziehen. Viele der heute von Juncker angekündigten Vorhaben - etwa das umfassende Wachstums- und Investitionsprogramm und seine Pläne zum Bürokratieabbau insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe - gehen absolut in die richtige Richtung. Die österreichische Wirtschaft ist hier an seiner Seite". Wichtig sei auch, dass die Wirtschafts- und Währungsunion weiterhin durch klare fiskalpolitische Regeln und einen effizienten Aufsichtsmechanismus gestärkt und vertieft wird. "Dabei ist nicht nur eine stärkere Einbindung des EU-Parlaments und der nationalen Parlamente, sondern auch der Sozialpartner und Wirtschaftskammern erforderlich."

Um die alarmierende Jugendarbeitslosigkeit in Europa einzudämmen, sind die richtigen Impulse zu setzen: "Die Beschäftigung junger Menschen muss oberste Priorität haben. Wir dürfen jetzt keine Zeit bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit verlieren. Sonst wächst in Europa eine verlorene Generation heran", fordert der WKÖ-Präsident. Die Ausbildung ist ein wesentlicher Eckpunkt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit: "Österreich hat mit dem System der dualen Ausbildung und der gelebten engen Verzahnung von Schulen und Betrieben international Vorbildcharakter. Als Sozialpartner bieten wir auf nationaler und europäischer Ebene aktive Unterstützung und Vernetzung für andere EU-Staaten an."

Zudem brauche Europa eine Re-Industrialisierung, um wieder auf Wachstums- und Beschäftigungskurs zu kommen. "Hohe Kosten und unternehmensfeindliche Gesetze drängen Unternehmen aus der EU", so Leitl abschließend. Der neue Kommissionspräsident müsse sich daher dafür einsetzen, Lasten für die Industrie und die Unternehmen im Allgemeinen - Stichwort Bürokratie - abzubauen und den Fokus auf konkurrenzfähige Rahmenbedingungen am Industriestandort Europäische Union legen. (FA)

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