Kärntens Exportwirtschaft wieder auf Wachstumskurs

Gute Nachrichten aus Kärnten: Exporteure schaffen ein Plus von 14 Prozent und einen Handelsbilanzüberschuss von einer Milliarde Euro.

Klagenfurt (OTS) - Nach schwierigen Jahren schwenkt Kärntens Exportwirtschaft wieder auf Wachstumskurs: Die aktuell vorliegende Exportstatistik für 2013 weist einen Außenhandelsbilanzüberschuss von 990 Millionen Euro und damit ein Plus im Vergleich zu 2012 von 14 Prozent aus. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl: "Ich gratuliere den erfolgreichen Unternehmen. Der Wohlstand Kärntens ist ohne Export nicht denkbar, jeder zweite Euro wird außerhalb der Landesgrenzen verdient. 70.000 Arbeitsplätze in Kärnten stehen und fallen mit der Außenwirtschaft."

Kärnten beweise sich damit als zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort in der Alpen-Adria-Region, die nicht nur einer der schönsten Lebensräume sei, sondern auch ein attraktiver Wirtschaftsraum mit fünf Millionen Einwohnern. Mandl: "Und mit allen Möglichkeiten, die man sich als Unternehmer nur wünschen kann." Als Jahrhundertchance für Kärnten bezeichnete Mandl in diesem Zusammenhang den Zusammenschluss der Nordadriahäfen Venedig, Triest, Koper und Rijeka zur North Adriatic Ports Association (NAPA): "In Verbindung mit der Baltisch-Adriatischen Achse ergeben sich damit neue Warenkorridore von Asien über die Adriahäfen nach Osteuropa. Das ist für die Reedereien um bis zu sieben Tage kürzer als die übliche Strecke bis Rotterdam und ein Wettbewerbsvorteil für die Importeure und Exporteure in Kärnten - in Geld."

Rund um das bestehende Logistik-Terminal in Fürnitz könnte ein Trockenhafen ("Dry Port") als Containerumschlagplatz von europäischen Dimensionen entstehen. "Das ist in Verbindung mit dem Koralmtunnel eine große Infrastrukturchance für Kärnten, die wir nützen werden. Schon in den nächsten Wochen werde ich meine Kollegen im Netzwerk der Wirtschafts- und Handelskammern und die Verantwortlichen in den Häfen besuchen, um mich vor Ort über den Fortgang der Ausbaupläne zu informieren und das große Interesse Kärntens und seine besonderen Möglichkeiten zur Unterstützung dieses Infrastrukturprojekts zu deponieren", erklärte Mandl.

Ein Auslöser dieser Erfolgsgeschichte ist die Exportoffensive, die die Wirtschaftskammer gemeinsam mit dem Land Kärnten ins Leben gerufen hat und die auch dem neuen Wirtschaftslandesrat Christian Benger besonders am Herzen liegt: "Die Nahmärkte wie Italien und Slowenien schwächeln, durch die Exportoffensive ist es gelungen, neue Märkte zu erschließen." Die Kärntner Wirtschaft sei stark unterwegs und könne sich auch im Vergleich mit den übrigen Bundesländern durchaus sehen lassen. Die Exportoffensive habe sich als die richtige Maßnahme zur rechten Zeit erwiesen und gehöre nun weiterentwickelt, damit die eingesetzten Mittel von 500.000 Euro, gemeinsam aufgebracht von Wirtschaftsreferat und WK, zu noch mehr Erfolg führen könnten.

Denn Kärnten ist aufgrund der Offensive laut Meinrad Höfferer, dem Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und EU, eines von nur fünf Bundesländern mit einer positiven Außenhandelsbilanz, übrigens sogar gegenüber der "Export-Supermacht" Deutschland: "Wir exportieren nach Deutschland um 200 Millionen Euro mehr, als wir importieren - das können weltweit nicht viele Länder von sich sagen." Rechne man die statistisch schwerer erfassbaren Dienstleistungsexporte hinzu, würde Kärnten sogar rund 1,5 Milliarden Überschuss erwirtschaften, der Export wachse in Kärnten zudem mit 2,1 Prozent deutlich stärker als der Österreich-Schnitt (1,5 Prozent).

Von 30.000 Kärntner Unternehmen sind 2500 permanent international tätig. Darunter finden sich die Flaggschiffe der Kärntner Wirtschaft, der Großteil entfällt allerdings auf Klein- und Mittelbetriebe, die oft gemeinsam mit größeren Auftraggebern auf Drittmärkten aktiv sind. Die konjunkturbedingten Einbrüche auf Heimmärkten wie Italien und Slowenien konnten durch die mit der Exportoffensive ermöglichte gezielte Erschließung von Fernmärkten aufgefangen werden. So stehen an dritter Stelle der Kärntner Exportstatistik die USA (557 Mio. Euro, plus 12,6 Prozent), an fünfter Stelle Malaysia (244 Millionen, plus 14,9 Prozent). Wirtschaftslandesrat Benger will die Erfolgsgeschichte trotz des Sparkurses in der Landesregierung fortschreiben: "Wer über die Grenzen geht, braucht Mut - diesen Mut wollen wir auch 2015 stärken."

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