Eröffnung IASSIDD - BM Hundstorfer sieht viel Raum für Inklusion

Wien (OTS) - Anlässlich der Eröffnung der internationalen IASSIDD Konferenz in Wien betonte BM Rudolf Hundstorfer die Bedeutung von Inklusion im Regierungsprogramm und sieht die Umsetzung des nationalen Aktionsplans als wichtige Aufgabe für die Regierung. "Grenzenloser Einsatz für die Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich und die Unterstützung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung bei der Vertretung ihrer Interessen in und mit der Gesellschaft", zitierte BM Hundstorfer in seiner Ansprache als wichtige Aufgabe in seinem Amt als Sozialminister.

Erfreut zeigt sich Lebenshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Germain Weber über die Worte von BM Hundstorfer und unterstreicht die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit auf politischer Ebene. Die Teilhabe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in allen gesellschaftlichen Bereichen ist ein zentrales Anliegen der Lebenshilfe Österreich. "Barrieren abbauen, Brücken bauen", wird von Präsident von Inclusion Europe Klaus Lachwitz in seinem Eröffnungsplädoyer ergänzt.

Der Präsident der Special Olympics, Dr. Timothy Shriver, hob die Wichtigkeit der IASSIDD Konferenz hinsichtlich Forschung und des wissenschaftlichen Zugangs für behinderte Menschen hervor und fügt zu, dass es das unerklärte Ziel sei, körperlich und intellektuell beeinträchtigte Menschen in allen Lebensbereichen gleichwertig einzubeziehen.

Als gesamtgesellschaftlichen Ansatz bezeichnet Dr. Vianne Timmons, Präsidentin von IASSIDD International, die Verwirklichung von Inklusion. In ihrer Ansprache verweist Timmons auf die vielen verschiedene Wege zur Inklusion. Als unerlässlich sieht Timmons die enge Zusammenarbeit zwischen Fachexperten aus der Wissenschaft und Selbstvertretern.

Dr. Marianne Schulze, selbstständige Menschenrechtskonsulentin für regierungsunabhängige Organisationen, Regierungen und der Vereinten Nationen, plädiert am IASSIDD Kongress für das Recht, Fehler zu machen. "Wir alle brauchen Unterstützung bei unseren Entscheidungen, sei es bei der Jobsuche, beim Heiraten oder als Politiker. Das beinhaltet auch das Recht, Fehler zu machen, ohne dass man gleich besachwaltet oder spediert wird." Mit dem Slogan "Fix society, not people!" betont sie bedeutungsvolle Teilhabe in der Gesellschaft, die unumkehrbare Bedeutung der Behindertenrechtskonvention, die Freiheit über Rechte zu sprechen und den Weg weg von der Defizitorientierung hin zu den Möglichkeiten der Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

Der 4. IASSIDD-Europa-Kongress 2014 ist eine gemeinsame Veranstaltung der "International Association for the Scientific Study of Intellectual and Developmental Disabilities" (IASSIDD), der Universität Wien und der Lebenshilfe Österreich, die noch bis 17. Juli in Wien stattfindet.

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