Gehaltsverhandlung - Die meisten Chefs warten, dass Mitarbeiter selbst aktiv werden

Arbeitnehmer nutzen Mitarbeitergespräch meist auch für Gehaltswünsche

Linz (OTS) - Die Gehaltsverhandlung ist eines der heikelsten Themen im Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Führungskraft. Immerhin geht es in diesem Termin darum, erbrachte Leistung - besser gesagt, die Wahrnehmung eigener und fremder Leistung - in Zahlen zu gießen. Ganz wichtig beim Thema Gehaltsverhandlung: Die richtige Terminwahl. karriere.at (http://www.karriere.at), Österreichs größtes Jobportal, fragte seine User: Wann werden Sie aktiv?

Persönliche Termine mit der Führungskraft dürften für viele Österreicher Mangelware sein: Denn geht es um das Thema Gehaltsverhandlung, nutzt der relativ gesehen größte Teil der 548 Umfrageteilnehmer (42 Prozent) gleich das jährliche Mitarbeitergespräch, um mit dem Vorgesetzten auch über die Gage zu sprechen. 31 Prozent denken strategisch und gehen gehaltsmäßig in die Offensive, wenn sie Erfolge vorzuweisen haben. Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) ist vom eigenen Marktwert überzeugt und sagt: "Ich spreche das Thema immer offensiv an." Und lediglich neun Prozent warten darauf, dass das Thema Gehalt von der Führungsebene aufgebracht wird.

Der Chef bleibt oft passiv

Genau das ist - glaubt man dem Umfrageergebnis auf Arbeitgeberseite - eindeutig die falsche Taktik. Denn mehr als die Hälfte (59 Prozent) der befragten 158 Personalmanager, Unternehmer und Führungskräfte wartet nämlich darauf, dass das Thema von Mitarbeitern direkt angesprochen wird. Ein Viertel meint, dass die Vergütung im Mitarbeitergespräch besprochen werden sollte, nur zwölf Prozent sagen, dass Unternehmen auf die Arbeitnehmer zukommen sollen. Und drei Prozent berichten, dass Gehaltsvorrückungen nach Plänen ablaufen.

"Auch wenn viele Experten davon abraten, dass Mitarbeitergespräche für Gehaltsverhandlungen verwendet werden, ist diese Praxis in vielen Unternehmen Usus. Für Mitarbeiter ist das aber oft die einzige Möglichkeit für einen direkten Termin mit Vorgesetzten. Diese Kombination kann gelingen - Voraussetzung dafür ist jedoch, dass beide Gesprächsteile, also Feedback- und Gehaltsgespräch, klar voneinander getrennt sind", kommentiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid das Umfrageergebnis. Arbeitnehmer sollten im besten Fall Erfolge vorweisen können, wenn Sie mit einer Gehaltsverhandlung in die Offensive gehen, rät Smid: "Der Gehaltswunsch sollte vor den Arbeitgebern auch argumentativ untermauert werden können. Das stellt von Beginn weg eine sachliche Basis für die Diskussion zur Verfügung."

Tipps für die Gehaltsverhandlung:
http://www.karriere.at/blog/gehaltsverhandlung-tipps.html

Rückfragen & Kontakt:

karriere.at Informationsdienstleistung GmbH
Mag. Heike Frenner
Redaktion
Tel.: +43 732 908200-172
heike.frenner@karriere.at
http://www.karriere.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KRR0001