VP-Juraczka: Auch Brandsteidl will Heinisch-Hosek nicht länger zusehen

Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass nun auch die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl auf Distanz zum Bildungsmurks der zuständigen Ministerin Heinisch-Hosek geht und so wie die ÖVP Wien statt der NMS die "Wiener Mittelschule" als Weiterentwicklung der Hauptschule präferiert", so der Landesparteiobmann der ÖVP Wien StR Manfred Juraczka in einer Reaktion auf einen Bericht im heutigen KURIER.

Das Konzept der "Wiener Mittelschule" wurde 2008 gemeinsam von bürgerlichen und sozialdemokratischen Bildungsexperten konzipiert und beinhalte zahlreiche, interessante Elemente, die als positives Vorbild für die "Neue Mittelschule" dienen können. In der Wiener Form wird in einem Kurssystem unterrichtet, das nicht nur mehr Leistungsanreize sondern auch eine wesentlich stärkere innere Differenzierung bietet, als in den "Neuen Mittelschulen" mittels "Teamteaching".

Manfred Juraczka: "Die Wiener Mittelschule als Weiterentwicklung der Hauptschule ist aber selbstverständlich kein Ersatz für die Langform des Gymnasiums. Damit es selbst der freiheitliche Bildungssprecher versteht, daher nochmals ganz klar: Die Wiener ÖVP steht selbstverständlich für den Bestand des Gymnasiums. Das stetig wachsende Wien benötigt daher umgehend auch neue Standorte für Gymnasien, um den Run auf diese beliebte Schulform bewältigen zu können. Hier ist Wien absolut säumig."

"Wenn sich nun sogar im Kernland der Sozialdemokratie Widerstand gegen die rote Bildungsreform und den sozialistischen "Einheitsbrei" regt, dann gibt das Anlass zur Hoffnung, dass wir den bildungspolitischen Stillstand endlich überwinden", so der Landesparteiobmann weiter.

Kritisch äußert sich Juraczka allerdings zu Brandsteidls Vorstoß einer verpflichtenden Ganztagsschule: "Ja, wir benötigen ein größeres Angebot an ganztägiger Betreuung. Im Gegensatz zur Frau Präsidentin erachte ich aber Wiens Eltern für mündig genug, dass diese frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder am Nachmittag bei sich oder in der Schule wissen wollen," so Juraczka abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Klub der Bundeshauptstadt Wien
Dr. Gerhard Hammerer
Tel.: 0664/5262072
gerhard.hammerer@wien.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001