Sofortige Lösungen im Interesse des Steuerzahlers statt endlosen Diskussionen über Placebos

Erneute Forderung nach Einstellung der Windstille-Abflugroute Liesing!

Wien (OTS) - Wenn sich nach 10 Jahren Abflugroute Liesing viele Menschen in dem zuvor fluglärmfreien Gebiet nicht mehr ganz so oft beschweren, ist das nicht unbedingt einer realen Verbesserung der Situation zuzuschreiben. Vielmehr ist die Ursache darin zu finden, dass der Wiener Bürgermeister und seine Parteifreundin im Verkehrsministerium das von ihnen zu verantwortende Problem scheinbar konsequent auszusitzen versuchen. Weiters werden auch die Antworten der zuständigen Stellen - soweit es welche gibt - als Zumutung empfunden. Beispielsweise verweist die zuständige Behörde Fluglärmbetroffene an das flughafeneigene Dialogforum, in dem politisch gewollter Stillstand zu herrschen scheint. So wird die Frage der Rechtskurve in dem Plauderverein angeblich bereits seit 2006 diskutiert. Konkretes Ergebnis gibt es bis heute keines.

Und selbst wenn die - von Herrn Gemeinderat Valentin als Lösung des Fluglärmproblems in Liesing verkaufte - Rechtskurve von der Piste 29 tatsächlich irgendwann kommen sollte, würde es deswegen in Liesing nicht unbedingt leiser werden. So kommt diese nur für kleinere Flugzeuge in Frage, während der Trend aber zu größeren und damit lauteren Flugzeugen geht. Damit würde auch die erstmalige(!) Einhaltung des Mediationsvertrags für Liesing dort keine merkbare Verbesserung bringen. Statt also die Bürger weiterhin mit Placebos zu foppen, sollte entsprechend der geltenden Gesetzeslage, die Windstille-Abflugroute Liesing durch Alternativen über weitgehend unbesiedeltes Gebiet ersetzt werden. Damit könnten auch ab sofort 18 Millionen Euro an Fluglärm-Gesundheitskosten pro Jahr eingespart werden.

Sollte die Abflugroute Liesing hingegen weiter bestehen bleiben, so dürfte auch Herrn Gemeinderat Valentin, einem euphorischen Befürworter der 3. Piste, bekannt sein, dass der Flughafen damit eine Vervierfachung der Abflüge über Liesing eingereicht hat.

Nachdem aber der Wiener Gemeinderat Valentin aber bereits bei einer Veranstaltung vor rund 300 Fluglärmbetroffenen in Liesing eindrücklich erklärt hat, für die Flugroutenproblematik formal gar nicht zuständig zu sein, hat die BI "Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste" die parlamentarische Bürgerinitiative http://sos.fluglaerm.at gestartet. Diese sollte dazu führen, dass auch im Nationalrat einmal grundsätzlich über den vernünftigen Umgang mit dem Verkehrsmittel Flugzeug diskutiert wird.

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