"Kulturmontag": Karel Gott, Monthy Python und Gefahr für Subventionskultur

Außerdem am 14. Juli: "Concert de Paris" mit Netrebko, Garanca und Co. live-zeitversetzt

Wien (OTS) - Kultigen subversiven Humor Marke Monty Python, Autobiografisches vom "Sinatra des Ostens" Karel Gott, besorgniserregende kulturelle Ansätze des in Verhandlung befindlichen Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) und vieles mehr thematisiert der von Clarissa Stadler präsentierte "Kulturmontag" am 14. Juli 2014 ab 22.30 Uhr in ORF 2. Im Anschluss an das Magazin steht - um 23.10 Uhr, live-zeitversetzt aus der französischen Hauptstadt - das glanzvolle "Concert de Paris" mit hochkarätigen Stars wie Anna Netrebko, Elina Garanca, Piotr Beczala oder Juan Diego Flórez auf dem Programm. Das Festkonzert zum Nationalfeiertag der Franzosen findet jährlich am Fuße des Eiffelturms statt und steht heuer in Gedenken an 100 Jahre Erster Weltkrieg unter dem Motto "Krieg und Frieden".

Monty Python's triumphale Comeback-Abschiedsshow in London

30 Jahre nach "Flying Circus", "Ritter der Kokosnuss" und "Das Leben des Brian" wollen es die fünf lebenden Mitglieder der britischen Komiker-Gruppe Monty Python noch einmal wissen. "One Down, Five to Go" lautet das Motto der Reunion-Show, die gleichzeitig ein Abschied sein soll. Nie mehr wieder, so lautet die Drohung, denn ein Spaß sei das ganze keinesfalls: "Monty Python: Live (größtenteils)" solle vor allem Geld einbringen, das haben die Python's im Vorfeld aggressiv betont. Die Rechnung ist aufgegangen: Der erste von insgesamt zehn Abenden im ehemaligen Londoner Millennium Dome war innerhalb von 44 Sekunden ausverkauft - und Kritiker wie Publikum jubeln. Am 20. Juli wird die Show, in der sich die Python's gewohnt anarchisch durch den Abend witzeln und ihre großen Hits servieren, in weltweit mehr als 1.000 Kinos übertragen. Der "Kulturmontag" zeigt erste Ausschnitte.

Karel Gotts neue Autobiografie zum 75. Geburtstag - Der "Frank Sinatra des Ostens" im Interview

Als "Die goldene Stimme aus Prag", "Sinatra des Ostens" oder als "Goldene Nachtigall" gefeiert, zählt Karel Gott seit den 1960er Jahren zu den erfolgreichsten Künstlern der Welt. Seine rund 120 Alben haben sich geschätzte 30 Millionen Mal verkauft, in Las Vegas wurde er als Jazzsänger überschwänglich gefeiert - gar Frank Sinatra, Tom Jones und Cher zollten ihm Tribut. Aus Anlass seines 75. Geburtstags hat der tschechische Schlagerstar eine Autobiografie geschrieben, die vor kleinen und großen Geschichten nur so wimmelt -über die Entstehung des von ihm geschriebenen und gesungenen Titelsongs zur "Biene Maja" ebenso wie über seine Beziehung zur Heimat oder sein Naheverhältnis zum früheren kommunistischen Regime in der Tschechoslowakei, das ihm immer wieder vorgeworfen wurde. Dem "Kulturmontag" hat Karel Gott ein Interview gegeben.

Freihandelsabkommen mit den USA: Ist Europas Subventionskultur gefährdet? Live im Studio Anwalt Alfred Noll

Es sei das "größte bilaterale Handelsabkommen der Geschichte", jubelte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso im vergangenen Juli zum Auftakt der Freihandelsgespräche mit den USA. Doch die Freude ist inzwischen verflogen. Nach Chlorhuhn und Genmais gilt die Sorge jetzt den europäischen Kultursubventionen. Im Verhandlungsmandat für die EU-Kommission wird zwar die Erhaltung der "kulturellen Vielfalt" betont, doch diese schwammige Formulierung lässt berechtigte Zweifel aufkommen. Filmförderung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk - all das und mehr stünde zur Disposition, fürchten Kritiker, käme es zum geplanten Freihandelsabkommens, kurz TTIP. Bei Kulturschaffenden wie Michael Haneke herrscht Alarmstimmung, denn auch Kultur soll als "Handelsgut" eingeordnet werden. Steht das Ende der staatlichen Kunstförderung bevor, wenn auch in Europa allein die Gesetze des Marktes gelten sollen?
Die Gespräche zwischen der EU und den USA sind geheim und viele der Befürchtungen reine Spekulation. Kommenden Montag beginnt die mittlerweile sechste Verhandlungsrunde - für den "Kulturmontag" Anlass, sich ausführlich mit dem brisanten Thema zu beschäftigen. Zu Wort kommen u. a. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Kulturminister Josef Ostermayer, die Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission und ehemalige US-Botschafterin Eva Nowotny. Live zu Gast im Studio ist Rechtsanwalt Alfred Noll.

Weltstars unterm Eiffelturm: "Concert de Paris" im Gedenken an 100 Jahre Erster Weltkrieg

Am 14. Juli wird auch heuer wieder am Champ de Mars, am Fuße des Eiffelturms, mit dem "Concert de Paris" der französische Nationalfeiertag musikalisch zelebriert. Ganz im Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren wird unter dem Motto "Krieg und Frieden" das Orchestre National de France unter der musikalischen Leitung seines Chefdirigenten Daniele Gatti ausgewählte musikalische "Hits" von der Klassik bis zur Moderne zur Aufführung bringen. Sieben Solistinnen und Solisten von Weltrang - darunter Anna Netrebko, Elina Garanca, Piotr Beczala und Juan Diego Flórez -versprechen einen hochkarätigen Auftritt.
Gemeinsam mit den Solistinnen und Solisten werden mehr als 250 Musiker/innen und Chormitglieder des Coeur de Radio France nicht nur "Klassiker" der klassischen Musik wie etwa von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini oder Hector Berlioz interpretieren, sondern auch genreübergreifend Werke aus den Bereichen Film und Chanson präsentieren.
Zum Abschluss des "Concert de Paris" erwartet das Publikum ein Feuerwerk der Superlative. Ausgehend von den Gartenanlagen des Trocadéro wird die Metropole an der Seine in ein bunt aufblitzendes Farbenmeer aus Lichtern getaucht.
Unter der Bildregie von Francois Goetghebeur ermöglichen 24 Kameras sowie ein Helikopter außergewöhnliche Bilder von der französischen Hauptstadt.

Der "Kulturmontag" und das "Concert de Paris" sind als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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