Ökumene: Kirchen bekennen sich zum gemeinsamen Friedenseinsatz

Abschluss der 16. Ökumenischen Sommertagung in Stift Kremsmünster

Linz, 11.07.14 (KAP) "Ökumene ist auch Friedensarbeit, sonst ist sie keine ökumenische Arbeit": Das war am Freitag Tenor zum Abschluss der Ökumenischen Sommerakademie im Stift Kremsmünster, bei dem Vertreter von katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche zum Spannungsfeld Religion-Gewalt Stellung nahmen. Die evangelisch-methodistische Pastorin Esther Hanna Handschin bezeichnete die Ökumenische Bewegung als "das große Friedensprojekt der christlichen Kirchen".

Handschin verwies in diesem Zusammenhang auf die "Charta Oecumenica" von 2001, in dem sich die Kirchen Europas verpflichteten, jeder Form von Nationalismus entgegenzutreten und sich für gewaltfreie Lösungen einzusetzen. Einen wesentlichen Beitrag zur Friedenserziehung würden die Kirchen vor allem im Religionsunterricht leisten, zeigte sich die Pastorin überzeugt.

Dasselbe Dokument nannte auch der orthodoxe Theologe Prof. Grigorios Larentzakis, als eines der vielen anderen "beachtenswerten ökumenischen und auch interreligiösen Vereinbarungen" zum Thema Frieden in den vergangenen Jahrzehnten. Trotzdem zeigte sich der Theologe unzufrieden: "Wir haben keine Dokumenten-Not, sondern eine Rezeptions- und Umsetzungs-Not. Es fehlen oft die Taten."

Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner räumte ein, dass Religionen neben vielen Stärken auch ihre Schwächen hätten. Eine davon sei die Versuchung, sich immer wieder mit Macht zu verbinden. Das führe letztlich zu Fundamentalismus und Gewalt. Auch bestehe stets die Gefahr, dass sich Religionen instrumentalisieren ließen. Vor all diesen Gefahren schütze am besten der Blick auf Jesus und dessen Leben und Lehre, so der Erzbischof.

Im Focus der Tagung standen auch die aktuellen Konflikte im Nahen-und Mittleren Osten mit ihrer religiösen Dimension sowie Strategien zur Streitbeilegung und zur Festigung des Friedens.

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