Stadträtin Wehsely beim Auftakt der KFV Bädertour 2014: Ertrinken - wenige Minuten entscheiden über Leben und Tod

Wien (OTS) - "Volle Aufmerksamkeit - null Unfälle" ist das Motto der KFV VISION ZERO Bädertour 2014 des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) durch ganz Österreich. Beim Tour-Auftakt mit dabei sind die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely, Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV und Primarius Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Chefarzt des Wiener Roten Kreuzes. Der bei Badeunfällen lebensentscheidende Faktor "Zeit" steht dabei im Mittelpunkt des bunten und spannenden Tour-Programms. An neun Stationen starten Kinderliebling Helmi, die Sicherheitsexperten des KFV und des Roten Kreuzes eine Informationsoffensive, die Klein und Groß für Präventionsmaßnahmen, Gefahrensituationen und das richtige Verhalten im Ernstfall sensibilisiert.

"Wasser ist gerade für Kinder ein faszinierendes Medium. Das wichtige Thema Sicherheit darf daher nicht zu kurz kommen. Schließlich ist Ertrinken die häufigste unfallbedingte Todesursache bei Kleinkindern. Hier müssen entsprechende Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Daher ist diese Initiative des KFV auch so wichtig und sehr zu begrüßen", betont die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely im Zuge der Auftaktveranstaltung. "Zum Start der Sommersaison steigt erfahrungsgemäß wieder die Anzahl der Badeunfälle. Es ist oft nur ein Augenblick, in dem der Spaß im Wasser lebensgefährlich werden kann. Oft entscheiden wenige Augenblicke über Leben oder Tod", gibt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV, Freitagvormittag gemeinsam mit Stadträtin Wehsely den Startschuss zur KFV Bädertour 2014. Mit Unterstützung des Österreichischen Roten Kreuzes macht die KFV Bädertour zwischen Juli und August in jedem Bundesland Halt, um Erwachsene und Kinder für das richtige Verhalten bei Ertrinkungsunfällen und deren Verhinderung zu sensibilisieren. Dabei wird vor allem der Faktor "Zeit" bei Badeunfällen zentral in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. "Sauerstoffmangel führt bereits nach wenigen Minuten zu irreparablen Gehirnschäden bis hin zum Tod. Für einen möglichst guten Ausgang zählen bei der Rettung sowie Wiederbelebungsmaßnahmen wenige Augenblicke", erklärt Primarius Univ. Prof. Dr. Harald Hertz, Chefarzt des Wiener Roten Kreuzes.

Kinder immer im Auge behalten! Kleinkinder in unmittelbarer Reichweite!

Laut Unfalldatenbank des KFV gibt es jährlich knapp 4.000 Verletzte nach einem Badeunfall. 46 Personen starben dabei im Jahr 2012. Dabei sind vor allem Kleinkinder stark gefährdet, die bei Gefahrensituationen im Wasser in einen reflexartigen Schockzustand geraten und so weder auf sich aufmerksam machen noch sich selbst aus ihrer Lage befreien können. "Zwei Minuten, etwa die Dauer eines kurzen Telefonats, reichen aus, dass ein Kind im Wasser das Bewusstsein verliert. Nach fünf Minuten kann Sauerstoffmangel bereits zum Tod führen", veranschaulicht Thann mit typischen Alltagssituationen, wie minimal das Zeitfenster bei Badeunfällen ist, in dem das Schlimmste vermieden werden kann. Durchschnittlich fünf Kinder unter 15 Jahren ertrinken pro Jahr in Österreich - davon sind vier Kinder unter 5 Jahre alt! In der Altersgruppe der Kleinkinder unter fünf Jahre ist das Ertrinken somit die häufigste unfallbedingte Todesursache.

Es ist im wahrsten Sinn des Wortes von lebensrettender Bedeutung, dass Kinder - auch wenn sie schon schwimmen können - in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt bleiben. Gerade bei Kleinkindern gilt:
Ist die Aufsichtsperson nicht in Reichweite, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit - manchmal zu wenig, um schlimme Folgen zu verhindern. Daher: Kinder immer im Auge behalten! Kleinkinder immer in unmittelbarer Reichweite! "Es liegt an uns Erwachsenen aufmerksam und vorrausschauend zu handeln, damit unsere Kinder erst gar nicht in diese Gefahr geraten. Aufklärung und Sensibilisierung müssen hierfür ganz klar gefördert werden", unterstreicht Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely die Relevanz dieser Informationsoffensive.

Spielerische Aufklärung für Kinder - Expertentipps für Erwachsene

Bei den österreichweiten neun Haltestellen der KFV Bädertour 2014 sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen angesprochen werden. Dementsprechend vielfältig und bunt ist auch das gebotene Programm. "Auf der Bädertour wollen wir natürlich über das richtige Verhalten bei einem Ertrinkungsunfall aufklären. Aber noch viel wichtiger ist es, Gefahren aufzuzeigen und Präventionstipps zu geben, damit es zu keinem Unfall kommt", erklärt Thann das Ziel der KFV Bädertour 2014. Dabei darf Sicherheitsexperte Helmi natürlich nicht fehlen. Mit einem interaktiven und spielerischen Rahmenprogramm, wie etwa einem Baderegel-Memory oder einem Malwettbewerb mit tollen Preisen, bringt er den kleinen Wasserratten alles rund um das sichere Verhalten im Schwimmbad und die richtige Reaktion im Ernstfall näher. Erwachsene können sich Tipps zur Unfallprävention bei den KFV-Sicherheitsexperten holen. Eine simulierte Rettungsaktion des Roten Kreuzes wird den Besuchern der Bädertour zeigen, wie Bergung und Reanimation im Ernstfall optimal durchgeführt werden.

Kindersichere Zone Wasser - VISION ZERO 2020

Die Bädertour ist Teil der Initiative "VISION ZERO 2020 -Kinderunfälle sind vermeidbar". Mit landesweiten Aktionen und Projekten wird im ganzen Jahr 2014 die Unfallprävention für Kinder ins Zentrum gestellt. "Wir möchten bei der KFV Bädertour 2014 speziell auch auf das Gefahrenpotenzial im heimischen Umfeld hinweisen. Die meisten Ertrinkungs-Opfer sind in der eigenen Wohnumgebung zu beklagen, denn die Gefahren werden oft unterschätzt. Biotope, Brunnen oder Pools sind das ganze Jahr über Gefahrenquellen. Viele Unfälle können durch einfache Sicherheitsmaßnahmen wie das Einzäunen der Gewässer verhindert werden", schließt Thann.

Die KFV-Bädertour findet ab Juli österreichweit in den Landeshauptstädten statt. Die genauen Veranstaltungstermine können im KFV erfragt werden.

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