Extremismus bei Fußballveranstaltungen die Rote Karte zeigen

Initiativen gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung bei Fußballveranstaltungen

Wien (OTS) - Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner, der Präsident der Österreichischen Fußball-Bundesliga (ÖFBL), Ing. Hans Rinner, und der Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB), Dr. Leo Windtner, präsentierten am 11. Juli 2014 Konzepte und Maßnahmen zur Prävention von Extremismus, Rassismus und Diskriminierung bei Fußballveranstaltungen.

"Wir wollen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung in unseren Stadien weiterhin offensiv die Rote Karte zeigen", erklärte Innenministerin Mikl-Leitner. "Wir haben auf diesem Gebiet schon vieles voran gebracht und vieles initiiert und werden nun die gewonnen Erkenntnisse auf die Vereins- und Klubebene des Profi- und Amateurfußballs ausrollen."

"Die Österreichische Fußball-Bundesliga, damit sind Akteure, Klubvertreter und vor allem auch Fankurven gemeint, spricht sich entschieden gegen jede Form der Diskriminierung aus", betonte Rinner. "Die Zusammenarbeit zwischen BMI, ÖFB und der Österreichischen Fußball-Bundesliga im Zuge von vielen Workshops unter Beteiligung aller Mitwirkenden des Österreichischen Fußballs sowie die Umsetzung und Weiterentwicklung der daraus resultierenden Maßnahmen soll dies auch für die Zukunft sicherstellen. Wesentlich dabei ist, dass der vielzitierte und international oft geforderte Dialog auf Augenhöhe im Österreichischen Fußball bereits gelebt wird: Wir reden mit Fans, nicht über Fans!"

"Diese Initiative gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung sowie alle Maßnahmen zur Prävention gegen diese Phänomene unserer Gesellschaft tragen wir als ÖFB voll mit, denn Aktion ist besser als Reaktion. Der gesamte Fußball leistet bereits einen sehr wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft, wenn ich zum Beispiel an die positiv gelebte Integration denke", führte Windtner aus. "Der ÖFB hat das Thema Integration im vergangenen Jahr zusätzlich durch die Produktion eines eigenen TV-Image Spots mit der zentralen Botschaft 'Deine Leistung zählt' verstärkt. Wir unterstützen dazu auch zahlreiche Projekte und Initiativen im Bereich des Breitensports, wie die Integrations-Fußball WM oder den Homeless World Cup. So haben wir auch mit der Initiative Fair Play. Viele Farben. Ein Spiel ein zweijähriges Aktionsprogramm verabschiedet und der ÖFB und seine Mitglieder stehen seit Jahren für Toleranz, gegen jede Art der Diskriminierung und für Integration in allen Bereichen der Gesellschaft. Unsere Experten haben sehr gerne an der Erarbeitung dieses Maßnahmenkataloges mitgewirkt, und wir stehen auch für zukünftige Diskussionen mit unseren Stakeholdern sehr gerne zur Verfügung."

William Gaillard, Senior Adviser to the UEFA-President, lobte die österreichischen Präventionsarbeit als Meilenstein im Kampf gegen Extremismus bei Fußballveranstaltungen.

"Der Europarat setzt sich für Demokratie und für Menschenrechte in Europa ein. Sport fördert den sozialen Zusammenhalt, und die gemeinsamen europäischen Werte werden bei Sportgroßveranstaltungen in die Gesellschaft hinausgetragen", erklärte Jo Vanhecke, Chair Standing Committee on Spectator Violence Council of Europe. "Die Initiativen des österreichischen Innenministeriums und seiner Partner wird von der Österreichischen Delegation in Straßburg als Vorzeigebeispiel präsentiert werden."

"Medien kommt, was die Prävention von Extremismus, Rassismus und Diskriminierung bei Sportveranstaltungen angeht, eine wichtige Rolle zu", sagte der Generalsekretär von Sports Media Austria, Josef Langer. "Wir wollen Journalistinnen und Journalisten gezielt auf Anzeichen der genannten Phänomene sensibilisieren und ihnen ihre Verantwortung bei diesen Themen aufzeigen."

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