Malloth: Grüne und Arbeiterkammer argumentieren völlig an jeder Realität vorbei

Branchensprecher der Immobilien- und Vermögenstreuhänder: Forderungen sind kontraproduktiver Beitrag zum leistbaren Wohnen

Wien (OTS/PWK487) - Die Welt ist etwas komplexer und vielfältiger als einige sie sich offenbar vorstellen", repliziert Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf den jüngst angestellten Vergleich der Grünen, die das Österreichische Mietrecht mit Schweizer Käse gleich setzten.

Nach der Rezeptur der Grünen müsse man einfach den Anwendungsbereich des MRG ausdehnen, und schon wäre dadurch ein Beitrag zum leistbaren Wohnen geschaffen. "Dieser Gedanke ist nicht nur nicht zu Ende gedacht, er ist nicht einmal seriös angedacht", erläutert Malloth.

Mittlerweile besteht unter Experten Einigkeit zumindest darin, dass leistbares Wohnen in erster Linie durch die Schaffung eines entsprechenden Angebotes gewährleistet werden kann. Dem entspricht ja auch die einhellige Forderung nach der Wiedereinführung der Zweckbindung der Wohnbauförderung.

Einen in seinem Ausmaß kaum abzuschätzenden kontraproduktiven Effekt hätte jedoch eine Ausweitung des MRG-(Voll)Anwendungsbereiches, wie von den Grünen gefordert:
Zusätzliche Mietzinsbeschränkungen für neu geschaffene Objekte, wie Dachgeschoss-Aus- und -aufbauten sowie Zubauten, die nach geltender Rechtslage frei vermietbar sind, hätten eine verheerende Signalwirkung für potentielle Investoren, würden die Neubauleistung stark beeinträchtigen und so verstärkt zur - ohnehin schon vorhandenen - Wohnraumverknappung beitragen.

Die übrigen von den Grünen artikulierten Forderungen werden wie jene der Arbeiterkammer dazu durch oftmaliges Wiederholen nicht nachvollziehbarer oder konstruktiver, kritisiert der Fachverbandsobmann. "Nach Art und Höhe im Gesetz definierte Zu- und Abschläge zum Richtwert können der Vielfältigkeit des Wohnungsangebotes in keiner Weise gerecht werden und sind daher ebenso wenig geeignet, leistbares Wohnen zu gewährleisten, wie die nunmehr wieder verstärkt vorgebrachten, substanzlosen und fast schon hasserfüllten Anwürfe gegen die Immobilienmakler", so Malloth. (PM)

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