FPÖ-Karlsböck kritisiert Geschäft mit der Abtreibung

"Debatte um Fristenlösung muss enttabuisiert werden."

Wien (OTS) - Der freiheitliche Ärztesprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, kritisiert anlässlich "40 Jahre Fristenlösung" das "schmutzige Geschäft mit der Abtreibung" und fordert alle politischen Entscheidungsträger auf, zu dessen Unterbindung beizutragen.

"Ob uns das gefällt oder nicht, Tatsache ist, dass nach Schätzungen in Österreich jährlich 40.000 bis 80.000 Abtreibungen stattfinden", so Karlsböck. Da Abtreibung aber nicht nur eine persönliche Entscheidung sei, sondern auch Partner, Familienangehörige etc. betreffe, müsse eine Enttabuisierung dieses gesellschaftspolitisch heiklen Themas angestrebt werden. Im Rahmen einer breiten ethischen Diskussion müssten wichtige philosophische Grundfragen behandelt werden. Bis heute herrsche nämlich Uneinigkeit über den Status des Embryos. Der Versuch, eine moralisch entscheidende Trennlinie zwischen Neugeborenem und Fötus in Bezug auf das Recht auf Leben zu ziehen, sei bist heute gescheitert.

Karlsböck fordert daher alle politischen Entscheidungsträger auf, die negativen Implikationen der Abtreibung nicht auszublenden, sondern "das große Geschäft mit der Verzweiflung von Frauen" zu unterbinden. "In Österreich kostet eine Abtreibung, je nach einschlägigem Institut, um die 425 Euro. Wenn man das jetzt hochrechnet, werden bei 40.000 bis 80.000 Abtreibungen 17 bis 34 Millionen Euro ungesetzt", rechnet der freiheitliche Gesundheitspolitiker und Mediziner vor. Wenige Abtreibungsunternehmer lieferten sich einen schmutzigen Kampf um Marktanteile. Leidtragende seien Frauen, deren Notsituation auf schäbige Weise ausgenützt werde.

Abtreibungen sollten daher künftig nur mehr in staatlich geschützten Einrichtungen durchgeführt werden dürfen, wo die Qualitätssicherung stimme und wo es kein Gewinnstreben gebe, so Karlsböck. Weites müssten Beratung und Eingriff räumlich und physisch voneinander getrennt werden. Erst dann hätten Abtreibungsunternehmer, die sich zumeist hinter der Maske des verständnisvollen Krisenberaters und Problemlösers verbergen, mit ihren schmutzigen Praktiken keine Chance mehr. "Denn jede Abtreibung, die heute stattfindet, ist eine zu viel", betont Karlsböck.

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