denkstatt: Das Energieeffizienzgesetz als Startpunkt

Wien (OTS) - Der Beschluss des EEffG stellt den Beginn neuer Anstrengungen der Energiewirtschaft und des produzierenden Gewerbes zur Reduktion des Endenergieverbrauchs dar. Das kann auch eine Chance sein, wenn neue Wege gefunden werden.

Das Energieeffizienzgesetz (EEffG) passierte am 9.7.2014 das Parlament. Endlich herrscht Klarheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen für die österreichische Energiewirtschaft.

Inhalte und mögliche Wirkungen des EEffG

Ausgehend von der Regierungsvorlage gibt es nun doch noch einige bedeutende Veränderungen. Wie relevant diese für positive Effekte tatsächlich sein werden, scheint vage.

Klar ist in jedem Fall, dass sich sowohl auf Seite der Energielieferanten als auch bei den Endenergieverbrauchern einiges bewegen wird:
Einerseits setzen sich Energieversorger nun sehr ernsthaft mit neuen Geschäftsmodellen auseinander, da die bloße Reduktion von Energielieferungen auf Dauer nicht durchhaltbar ist. Andererseits können gewerbliche Endenergieverbraucher nun Maßnahmen umsetzen, die sie aufgrund der unklaren Bedingungen möglicherweise zurückgehalten haben. Weiters sind nun auch andere Branchen wie die Finanzdienstleister (Banken und Versicherungen) gefordert, sich mit der Materie intensiver auseinanderzusetzen.

In den letzten Monaten konnte man gut beobachten, wie die Ungewissheit über zukünftige Rahmenbedingungen zu völligen Lähmungen in der Wirtschaft in Bezug auf Maßnah-menumsetzung führt. Und dies ist wohl das Schlechteste, was unserer Ökonomie passie-ren kann.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Fleischwaren Berger und Riess Kelomat

So konnten zwei Kunden von denkstatt bei der Auszeichnung zum Energieeffizienzpreis "Helios 2014" punkten. Fleischwaren Berger GmbH & Co KG und Riess Kelomat GmbH wurden ausgezeichnet für energieeffiziente Produktion, Mobilität und Bewusstseinsbildung. Diese haben trotz unsicherer rechtlicher Rahmenbedingungen investiert und wurden für ihre Veränderungsaktivitäten ausgezeichnet.

Nun stehen die Ampeln für mehr Aktivitäten von Seiten der Wirtschaft wieder auf grün.

Der Weg vom Energieversorger zum Dienstleister

"Das Gesetz ist für einen Energieversorger herausfordernd, aber wir etablierten ein Clusterkooperationsprojekt mit first movern, um uns an die Materie heranzutasten. Diese erste Runde war sehr erfolgreich, wobei die Unterstützung von profunden Partnern wie denkstatt enorm hilfreich war", bemerkte Mag. Ing. Bernd Freisais -Geschäftsführer der Linz-Energie-Service GmbH, anlässlich einer Informationsveranstaltung im Juni. Um längerfristig Gewinne zu erzielen ist es daher wichtig, bestehende Geschäftsmodelle zu ändern. Endete die Kundenbeziehung für die Energieversorger einst beim Zähler, so wird jetzt darauf gesetzt direkt in die Betriebe hineinzugehen, um mit smarten Produkten und langfristigen Kundenbeziehungen neue Deckungsbeiträge zu lukrieren.

Endenergieverbraucher erhalten Anreize

Eine große Zahl von Unternehmen ist nun aufgefordert, Energie als wichtiges Managementthema zu behandeln und gezielt Einsparmaßnahmen zu setzen. Es ist absehbar, dass eine intensivere Kooperation zwischen Energielieferanten und -verbrauchern entsteht und so zu einer wirklichen Steigerung der Energieeffizienz führt.

Über denkstatt

denkstatt ist eines der führenden Beratungsunternehmen in den Bereichen betrieblicher Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung. Das interdisziplinär aufgestellte denkstatt-Team berät Organisationen in sämtlichen Fragen der ökonomischen ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit. denkstatt trägt so zur Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensräumen bei. denkstatt wurde 1993 gegründet und ist mit Büros in Österreich, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Serbien und Spanien in weiten Teilen Europas vertreten. Das breit gefächerte Leistungsangebot umfasst Beratung & Training in den Bereichen Management-Systeme, Nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft, Klima- und Energie, Abfallmanagement und Abfall-Contracting, Soziales Design, Produktnachhaltigkeit und Nachhaltiges Bauen. Die über 60 Mitarbeiter der denkstatt Gruppe verfügen über Expertisen aus den Bereichen Ökologie, Zoologie, Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Maschinenbau und Energietechnik, technischer Umweltschutz, Abfallwirtschaft, Kommunikationswissenschaften, Sprachwissenschaften und EDV.

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