Nationalrat - Yilmaz: Ausweitung des Diskriminierungsschutzes notwendig

Offener Dialog mit Burkaträgerinnen statt striktem Verbot

Wien (OTS/SK) - "Religion und sexuelle Orientierung sind im privaten Bereich noch nicht ausreichend vor Diskriminierung geschützt", sieht SPÖ-Integrationssprecherin Nurten Yilmaz in der heutigen Nationalratssitzung weiterhin Handlungsbedarf beim Diskriminierungsschutz. Den Forderungen der "Bürgerinitiative gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamophobie sowie gegen Homophobie" steht die Nationalratsabgeordnete zustimmend gegenüber, wobei einige Punkte noch konkretisiert werden müssen. ****

Positiv sieht Yilmaz auch die Erweiterung der Zuständigkeiten der Volksanwaltschaft um das "OPCAT"-Übereinkommen gegen Folter. "Es ist eine sehr wichtige Menschenrechtseinrichtung. Die Volksanwaltschaft nimmt ihre Aufgaben im Bereich der aktiven Menschenrechtsarbeit sehr ernst", so die Abgeordnete.

Verwundert zeigt sich Yilmaz über die angeblichen "Sorgen" der FPÖ, die mit unredlichen Absichten eine Scheindebatte um Burkaträgerinnen anzettelt. Es sei bemerkenswert, dass eine patriarchale Partei, "die nicht einmal das Wort Töchter in der österreichischen Bundeshymne erträgt", plötzlich so tue, als seien ihr Frauenrechte ein Anliegen. SPÖ-Integrationssprecherin Yilmaz setzt stattdessen auf Dialog, Bildung und Aufklärung: "Es macht keinen Sinn, ein Verbot auszusprechen und die Menschen aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Unsere feministische Aufgabe ist die Stärkung der Frauen, damit diese keine Burka mehr tragen müssen", so Yilmaz. (Schluss) bm

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0017