El Habbassi will Vertretung für alle Arbeitnehmer

ÖVP-Jugendsprecher sieht größten Handlungsbedarf bei Arbeiterkammer

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Dass junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einigen Bereichen nach wie vor von der Arbeitnehmervertretung ausgeschlossen sind, ist für ÖVP-Jugendsprecher Abg. Asdin El Habbassi eine "klare Diskriminierung der Jungen". Er fordert rasche Änderungen, damit auch Junge an den Wahlen ihrer Vertretungen teilnehmen können. "Einen ersten Schritt haben wir heute im Nationalrat gesetzt", verweist Asdin El Habbassi auf die Änderung des Bundes-Personalvertretungsgesetzes: "In Zukunft können Bundesbedienstete ab 15 Jahren für die Personalvertretung kandidieren und so dort die speziellen Interessen der Jungen einbringen." Bisher lag das Mindestalter für eine Kandidatur bei 19 Jahren.

"Jetzt sollten andere Arbeitnehmervertretungen folgen", fordert El Habbassi. Größten Handlungsbedarf sieht er bei der Arbeiterkammer. "Man muss 19 Jahre alt sein, um in eine Arbeiterkammer gewählt werden zu können. Es ist also nicht möglich, dass ein Vertreter der Lehrlinge direkt in den entscheidenden Gremien mitredet und mitentscheidet", erläutert der ÖVP-Jugendsprecher. Außerdem werde es Lehrlingen schwer gemacht, überhaupt an der Arbeiterkammerwahl teilzunehmen. Sie sind nämlich nicht automatisch wahlberechtigt, sondern müssen erst mühsam ihre Aufnahme in die Wählerliste beantragen. Um Betriebsrat zu werden oder den Betriebsrat zu wählen, muss man 18 Jahre alt sein. Zwar gäbe es Jugendvertrauensräte, doch hätten sie, kritisiert El Habbassi, nicht dieselben Rechte wie die "erwachsenen" Betriebsräte. Auch hier wünscht er sich Änderungen, so dass alle Arbeitnehmer gleichermaßen wählen und gewählt werden können.

Zusammenfassend stellt der Abgeordnete fest: "Wer alt genug ist, um in einem Betrieb seine Leistung als Arbeitnehmer zu bringen, ist auch alt genug, um seine Interessensvertretung mitzugestalten. Alles andere ist eine Diskriminierung der Jungen." Er erwartet sich jetzt Vorschläge der Arbeitnehmervertretungen, um auch den jungen Arbeitnehmern rasch sowohl das aktive wie auch das passive Wahlrecht zu ermöglichen.
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