Schwentner zu Pensionsdebatte: ÖVP spielt falsches Spiel

ÖVP, FPÖ, Team Stronach und NEOS wollen Pensionskürzungen für zukünftige Generationen, Grüne wollen ein Alter ohne Armut für alle

Wien (OTS) - "Seriöse Politiker tun so etwas nicht", meint Judith Schwentner, Sozialsprecherin der Grünen, zum gegenwärtigen Hick-Hack um Pensionszahlen. "Wenn Herr Blümel von der ÖVP Zahlen zur Schwerarbeitspension einfordert und vergisst zu erwähnen, dass diese vom BMASK vierteljährlich für alle einsehbar veröffentlicht werden, dann spielt er ein Machtspielchen und verlässt den Bereich der Seriosität.Das ist ein falsches Spiel."
Um das Niveau der ÖVP-Problemsicht zu verdeutlichen: 2013 sind 1.395 Schwerarbeitspensionen zuerkannt worden. Das sind 1,48 Prozent der zuerkannten Pensionen. Im ersten Quartal 2014 wurden 410 Schwerarbeitspensionen zuerkannt (1,3 Prozent).

"Die ÖVP versucht Panik zu verbreiten und Stimmung zu machen. Und kein Argument ist ihr zu peinlich und inhaltslos, um dieses Ziel zu betreiben", konstatiert Schwentner.
"Es ist tatsächlich notwendig, eine umfassende Debatte über Pensionen zu führen. Und das ist auch an die SPÖ gerichtet", sagt Schwentner. "Dabei kann es aber nicht um weitere Kürzungen für zukünftige Generationen gehen, wie die ÖVP, das Team Stronach, die FPÖ oder die NEOS es verlangen, sondern um die Frage, wie wir das Pensionssystem armutsfest machen. Immerhin sind 23 Prozent aller PensionsbezieherInnen in diesem Land armutsgefährdet."

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