LK Österreich: Wertschöpfungskette Holz ist wichtiger Wirtschaftsfaktor

Träger der ländlichen Entwicklung

Wien (OTS) - "Die Wertschöpfungskette Holz stellt Arbeitsplätze, Infrastruktur und Dienstleistungen besonders für die Bevölkerung in strukturell schwachen Regionen zur Verfügung. Insgesamt sichern 172.000 Betriebe rund 300.000 Menschen in Österreich ihr Einkommen", erklärte Präsident Franz Titschenbacher, Vorsitzender des Ausschusses für Forst- und Holzwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich.

"Heimisches und importiertes Säge- beziehungsweise Industrierundholz wird in Österreich zu wertvollen Produkten weiterverarbeitet. Dazu zählen unter anderem Schnittwaren, Span- und Faserplatten, Zellstoff, Möbel, Papier, Pappe und Viskose. Diese Veredelung des Rundholzes generiert Wertschöpfung in Österreich und erzielt für die Bevölkerung Einkommen. Zusätzlich können die Kunden auf teure Einfuhren von Fertigprodukten verzichten. Der jährliche Produktionswert der gesamten Wertschöpfungskette Holz beträgt zirka EUR 12 Mrd. Mit einem Exportüberschuss von EUR 3,5 Mrd. zählt man damit zu den wichtigsten Devisenbringern der heimischen Leistungsbilanz", betonte Titschenbacher.

Exportquote zwischen 60% und 90%

"Österreich weist eine ausgezeichnete Waldausstattung und enorme Holzvorräte auf, diese betragen mehr als 1 Mrd. Festmeter. Daher ist unser Land Standort für eine international sehr konkurrenzfähige und vor allem auch besonders exportorientierte Säge-, Papier- und Plattenindustrie, welche die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient einsetzt", unterstrich der Vorsitzende.

"Bei einer Exportquote zwischen 60% und 90% ist der Holzbedarf der Industrie entsprechend hoch. Sie deckt damit in erster Linie die wachsende weltweite Nachfrage nach hochwertigen Produkten. Daher verarbeitet sie nicht nur Holz aus Österreich, sondern auch aus den direkt angrenzenden Nachbarländern der Region, allen voran aus Deutschland und Tschechien sowie der Slowakei und Slowenien. Für die energetische Verwertung von Holz gibt es keine nennenswerten Importe nach Österreich, wie die Energiebilanz der Statistik Austria klar zeigt. Im Gegenteil, Österreich ist nach wie vor ein Nettoexporteur von Holzpellets, die vor allem bei unseren Nachbarn in Italien sehr beliebt sind. Und österreichische Kesselhersteller liefern gleich ihre Spitzenprodukte dazu, auch bei Biomassefeuerungsanlagen haben wir in Österreich exportorientierte Unternehmen, die auf internationalen Märkten sehr erfolgreich sind", so Titschenbacher abschließend.
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