FORMAT: ÖBB gehen erneut gegen Deutsche Bank vor

Im berüchtigten CDO-Deal prüfen die ÖBB eine neue Klage gegen die Deutsche Bank.

Wien (OTS) - Die ÖBB haben die Münchner Anwaltskanzlei Bub, Gauweiler & Partner engagiert, um noch einmal den Kampf gegen die Deutsche Bank aufzunehmen. Für ein CDO-Portfolio, das die ÖBB von der Deutschen Bank 2005 kaufte und das erheblich ab Wert verlor, mussten die Österreicher 295 Millionen Euro im Jahr 2010 bezahlen, damit es aufgelöst wurde. Aus heutiger Sicht scheint der Bahn der Vergleich mit dem Geldinstitut unvorteilhaft. Auch ein Gutachten unterstreicht diese Einschätzung. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

ÖBB-Chef Christian Kern bestätigt gegenüber FORMAT, dass "dem begründeten Verdacht nachgegangen wird, dass wir bei diesem Vergleich getäuscht worden sind. Ob wir eine Klage einreichen werden, wird sich herausstellen."

Bei den ÖBB stützt man sich auf die Erkenntnisse aus Prozessen der Deutschen Bank mit anderen Kunden. Die Münchner Kanzlei Bub, Gauweiler & Partner hat als Vertreter der Erben des Medienmoguls Leo Kirch heuer 900 Millionen Euro für die Kirch-Erben von der Bank erstritten.

Die ÖBB haben 2005 Geld in Collateralized Debt Obligations (CDO) von der Deutschen Bank angelegt und damit spekuliert. Als in Folge der Finanzkrise Verluste von mehr als 600 Millionen Euro drohten, gingen die ÖBB gegen die Deutsche Bank vor Gericht vor und schlossen 2010 einen Vergleich.

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