US-Verteidigungsministerium finanziert universitäre Forschung in Österreich II

Skandal liegt in Falschauskunft, nicht in Forschungsaufträgen selbst

Wien (OTS) - Der FPÖ-Wissenschaftssprecher und Obmann des Wissenschaftsausschusses, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, stellt in Ergänzung seiner gestrigen Aussendung betreffend die aufgedeckten Falschauskünfte mehrerer Ministerien fest, dass es nicht darum gehe, Forschungsprojekte an österreichischen Universitäten, die von ausländischen Institutionen finanziert werden, grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern einzig um das Aufzeigen des Skandals, der in der Falschbeantwortung parlamentarischer Anfragen liege.

"Prinzipiell ist es für den Wissenschafts- und Technologiestandort Österreich positiv, wenn Drittmittel eingeworben werden", stellt Karlsböck klar. Das gelte auch dann, wenn diese von ausländischen Organisationen und Institutionen zur Verfügung gestellt würden. "Immerhin kann es auch als Qualitätsausweis heimischer Institutionen angesehen werden, wenn österreichische Forschungseinrichtungen gerade aus den USA Gelder lukrieren", betont der freiheitliche Wissenschaftssprecher. Nichtsdestotrotz sollte man aber davon ausgehen, dass irgendjemand auf Regierungsebene über diese Forschungsaufträge informiert sein müsste - zumal wenn es sich um militärische Belange und bei den Auftraggebern um befreundete Ministerien oder Regierungsorganisationen handle.

Dass vor allem der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport keine Ahnung von ausländischen militärischen Forschungsprojekten an staatlichen österreichischen Universitäten habe, scheine angesichts der internationalen Vernetzung und militärischen Kooperation nicht nachvollziehbar, grotesk und fast schon kabarettreif. "Vielleicht sollte man so eine Anfrage das nächste Mal an ausländische Dienste richten", gibt sich Karlsböck sarkastisch. Eine parlamentarische Anfrage falsch oder schlampig zu beantworten, bedeute jedenfalls eine Verhöhnung des Parlaments und eine Missachtung seiner demokratiepolitisch wichtigen Kontrollfunktion, die nicht hingenommen werden dürfe, so Karlsböck abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004