VN-GS lobt Österreichs Jugendpolitik

Karmasin traf Ban Ki-moon in New York

New York/Wien (OTS) - Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin vertritt Österreich derzeit beim hochrangigen Segment des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen (ECOSOC) in New York. Die diesjährige Tagung von Ministern aus allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen findet unter österreichischem Vorsitz statt und steht unter dem Generalthema "Achieving the Millennium Development Goals and charting the way for an ambitious post-2015 development agenda including the Sustainable Development Goals".

Karmasin, die Österreich bei dieser ECOSOC-Tagung vertritt, ging in ihrer Rede auf die besondere Rolle von Kindern und Jugendlichen in der "post-2015-Agenda" ein. Dabei geht es um die Weiterentwicklung der Millenniumentwicklungsziele der VN.

"Nachhaltige Entwicklung beginnt mit Kindern und endet mit Kindern. Sie beginnt mit den Kindern, weil sie der Schlüssel für die Zerschlagung des Kreislaufes von Armut, Unterernährung und Mangel an Bildung ist, die von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Und sie endet mit Kindern, weil gesunde und ausgebildete Kinder die Grundlage für integrative und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sind", betonte die Familienministerin vor den Delegierten im VN-Hauptgebäude in New York. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit habe Projekte für Kinder und Jugendliche zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht und unterstütze weltweit Projekte - vor allem mit dem Fokus auf Stärkung von Kinderrechten. Über die multilaterale EZA unterstütze Österreich Projekte der UNIDO zur Förderung von Jugendbeschäftigung und jungen Unternehmern in Côte d'Ivoire und in Armenien.

Neben der Teilnahme am hochrangigen Segment des ECOSOC traf Karmasin mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, zusammen, der den österreichischen Fokus in der "post-2015-Agenda" ausdrücklich unterstützte. Ban zeigte sich zudem interessiert an der geringen Jugendarbeitslosigkeit in Österreich. Mit 9,2% im Jahresschnitt 2013 verzeichnete Österreich eine der geringsten Arbeitslosenraten bei Jugendlichen in Europa (zum Vergleich:
EU-Schnitt bei 23,4%).

Karmasin berichtete dem VN-Generalsekretär vom dualen Ausbildungssystem in Österreich als Schlüssel zu niedriger Jugendarbeitslosigkeit und als möglichem Vorbild für andere Staaten. Zudem ging Jugendministerin Karmasin im Gespräch mit Ban auf die österreichischen Erfahrungen mit "Wählen ab 16" ein. Österreich ist ja einer der wenigen Staaten weltweit welcher 16- und 17-Jährigen bereits aktives und passives Wahlrecht einräumt. Ban, der dem Thema "Jugend" in seiner derzeitigen Amtsperiode besondere Bedeutung zumisst, zeigte sich hoch interessiert an den österreichischen Erfahrungen mit der Stärkung der Partizipation von Jugendlichen im demokratischen System. Des Weiteren berichtete die Familienministerin von den Aktivitäten ihres Ministeriums anlässlich des Internationalen Jahres der Familie 2014. Anfang des Jahres wurden fünf Arbeitskreise mit familienpolitischen Experten einberufen, die auf Grundlage aktueller Schwerpunktthemen Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Familienpolitik in Österreich ausarbeiten.

"Die internationale Zusammenarbeit - das Austauschen von "best-practice" Beispielen mit anderen Staaten dieser Welt - ist eine Bereicherung für die weitere Gestaltung der Familien- und Jugendpolitik in Österreich. Die Vereinten Nationen sind für einen solchen Gedankenaustausch ein wertvolles Forum", so Karmasin abschließend.

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