RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch: Illegale Praktiken am Bau stehen auf der Tagesordnung

Schlag gegen die Baumafia: Auch Auftraggeber müssen hart bestraft werden

Graz (OTS) - Rund 140 Millionen Steuerschaden, dazu noch gewaltige Beträge an erschlichenen Sozialleistungen - der Schlag gegen die Baumafia ist ein wichtiger erster kleiner Schritt in Richtung mehr Fairness in der Baubranche. Allerdings müssen auch die Auftraggeber unter die Lupe genommen und gegebenenfalls hart bestraft werden, die sich bewusst Subunternehmer-Ketten bedienen und so den legal arbeitenden Unternehmen und der Volkswirtschaft schaden.
140 Mio. Euro Steuerschaden durch ein Baumafia-Netz, zig Scheinfirmen, 7.500 Scheinanmeldungen, 2.600 Scheinrechnungen - einem gewaltigen Scheinfirmen-Netzwerk in der Baubranche sind die Finanzpolizei und das Landeskriminalamt Wien auf die Spur gekommen. Vier Täter wurden bereits verurteilt und weiteren rund 30 wird demnächst der Prozess gemacht.
Dieser jetzt bekannt gewordene Schlag gegen die sogenannte "Baumafia" ist von enormer Bedeutung, sagt Dr. Erich Schoklitsch, Landesobmann des RfW Steiermark. Der Fall zeige, wie manche Unternehmen in der Baubranche agieren. "Damit hat sich ein von uns seit langem gehegter Verdacht bestätigt: Illegale Praktiken am Bau und in baunahen Bereichen stehen auf der Tagesordnung", so Schoklitsch.
Leider sei zu befürchten, dass es sich bei dem aktuellen Fall nur um die Spitze des Eisberges handle und vieles noch im Dunkeln liege. "Denn diese "Firmen" waren in Subunternehmer-Ketten tätig - und davon gibt es laut Schoklitsch in der Baubranche unzählige. Kaum eine Baustelle, bei der nicht vom eigentlichen Auftragnehmer Subunternehmer beschäftigt werden, die wiederum Subunternehmer engagieren, die ebenfalls Subunternehmer....
"Daher müssen natürlich auch die Auftraggeber dieser Subunternehmer unter die Lupe genommen werden", fordert Schoklitsch, "und selbstverständlich hart bestraft werden, wenn sie sich bewusst solcher Konstruktionen bedienen und die legal arbeitenden Unternehmen und damit auch die österreichische Volkswirtschaft schädigen."

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