Neues Volksblatt: "Wetterkapriolen" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 8. Juli 2014

Linz (OTS) - Wer dieser Tage wandern geht, sollte nicht nur vorab den Wetterbericht studieren, sondern sich auch für gewisse Eventualitäten richten. Ein Bergfex, der in seinem Rucksack Regenschutz und warme Kleidung mitnimmt, ist kein Pessimist, sondern gescheit, ein solches Verhalten zeugt von Erfahrung.
Auch in der Politik ist man immer wieder mit wechselnden Großwetterlagen konfrontiert. Und auch hier ist es klug, sich für Eventualitäten zu richten. Neben der Analyse der verschiedensten "Wetterprognosen" sollte man hin und wieder überprüfen, ob man die richtige Ausrüstung mithat. Das ist auch der Grund, warum der Finanzminister sich den Budgetvollzug im Detail anschaut. Egal ob man es nun Budgetloch oder Abweichung tituliert. Fakt ist, dass heuer schon um mindestens 200 Mio. Euro im Sozialsystem mehr ausgegeben wurden, als geplant. Hier hinzuschauen und wenn möglich gegenzusteuern hat nichts mit Pessimismus, sondern mit Verantwortung zu tun.
Aber vielleicht sind die Turbulenzen auch hausgemacht und das koalitionäre Klima ist schuld an den derzeitigen Wahlkampfgewittern. Eines ist aber schon komisch: dass die Kanzlerpartei SPÖ möglichst rasch eine Steuerreform samt Vermögenssteuer durchpeitschen möchte, die nicht im Regierungsprogramm steht, während sie Reformen blockiert, die sehr wohl im Koalitionspakt ausgemacht wurden.

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