PVÖ-Todt ad ÖVP-Blümel: Brauchen keine Pensionsreform, sondern Reform der Arbeitswelt

Pensionen sind keine "Kostentreiber" - Bereits gesetzte Maßnahmen wirken - Jetzt braucht es Steuerreform und Bonus-Malus-System

Wien (OTS/SK) - "Wir brauchen keine weiteren Pensionsreformen, sondern eine Reform der Arbeitswelt! Wir brauchen keine unüberlegten Reform-Schnellschüsse, die nur auf eine Schwächung unseres sicheren, staatlichen Pensionssystems und auf einen Anstieg der Altersarbeitslosigkeit hinauslaufen würden. Wir brauchen endlich eine altersgerechte Arbeitswelt! Wir brauchen mehr Jobs für die Menschen ab 50. Wir brauchen das Pensionsmonitoring um noch effizienter zu werden und wir brauchen endlich auch das Bonus-Malus-System", erteilt Reinhard Todt, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs den heutigen Rufen von ÖVP-Generalsekretär Blümel nach Pensionsreformen eine klare Absage. "In den letzten Jahren wurden im Pensionsbereich von Sozialminister Rudolf Hundstorfer die effizientesten Maßnahmen seit der Beschlussfassung des ASVG umgesetzt", verweist Todt auf u.a. die Reform der Invaliditätspension, das einheitliche Pensionskonto und begleitende Maßnahmen wie "fit2work" und stellt klar: "Dass diese Maßnahmen wirken, dass zeigen aktuelle Zahlen schwarz auf weiß! Das faktische Pensionsantrittsalter steigt!". ****

"Bevor der ÖVP-General lauthals nach 'Pensionsreformen' schreit, sollte er sich zuerst darum kümmern, dass die ÖVP-nahe Wirtschaft ihre unverantwortliche Blockade des so dringend notwendigen Bonus-Malus-Systems endlich beendet", so Todt. "Denn der Schlüssel für eine weitere Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters und damit für eine nachhaltige Absicherung unseres staatlichen, umlagefinanzierten Pensionssystems ist eine altersgerechte Arbeitswelt mit mehr Jobs für ArbeitnehmerInnen 50+."

Pensionen keine "Kostentreiber"

Als "populistisch und unverantwortlich" bezeichnet Todt die Wortwahl des ÖVP-Generalsekretärs, der u.a. die Pensionen als "...die großen Kostentreiber in unserer Republik... " bezeichnete. "Die Pensionen sind keine Geschenke des Staates, sondern erworbene Ansprüche! Und sie sind auch keine 'Kostentreiber'. In den letzten Jahren war der Bundeszuschuss zu den Pensionen immer niedriger als budgetiert: 2010 um 48,7 Millionen, 2011 um 714 Millionen, 2012 um 410 Millionen und 2013 um 262 Millionen", stellt Todt klar. Steuerreform muss 2015 kommen

"Wenn die ÖVP von 'zukunftsorientierter Verantwortung' spricht, dann soll sie in Sachen Steuerreform endlich von der Bremse steigen. Eine sozial gerechte Steuerreform ist unumgänglich und überfällig, denn die derzeitige Schieflage im Steuersystem ist unsozial, ungerecht und unverantwortlich. 2015 muss eine Steuerreform kommen, die den Menschen mehr Netto vom Brutto bringt!", so der PVÖ-Generalsekretär. Der Pensionistenverband Österreichs fordert daher eine rasche Steuerreform, von der auch PensionistInnen profitieren. Dazu wird der PVÖ auch eine eigene Unterschriftenaktion unter dem Titel 'Mehr Geld im Börsel' starten, deren Vorbereitung derzeit auf Hochtouren läuft. Denn, wie Todt abschließend betont: "Die Steuerreform ist das Gebot der Stunde. Die Menschen müssen endlich entlastet werden!" (Schluss) eg/mp

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