Bundeskanzler Faymann: Steuern senken, um die Nachfrage zu steigern

Präsentation des Wirtschaftsberichtes 2014

Wien (OTS) - "Das Bild über Österreichs Wirtschaft ist sehr positiv. Bei der Arbeitslosigkeit und vor allem bei der Jugendarbeitslosigkeit sind wir in Europa unter den Besten. Beim BIP pro Kopf liegt Österreich an zweiter Stelle. Trotz dieser guten Wirtschaftsdaten gibt es aber noch viele Hausaufgaben zu erledigen", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Montag, bei der Präsentation des Wirtschaftsberichtes 2014 in Wien.

Der Wirtschaftsbericht bestärke den positiven Trend im Bereich des Exports. In den nächsten Jahren gehe man von einer Steigerung der im Export tätigen Betriebe auf 50.000 aus. "Dafür entscheidend ist aber, dass Wissen und Bildung eine Hauptrolle spielen. Es geht um die Vorbereitung unserer Jugend auf die Herausforderungen der Arbeitswelt. Die Bereiche Forschung und Innovation sind der entscheidende Faktor, um im Vergleich zu anderen eine Nasenlänge voraus zu sein. Das verlangt, dass wir in der Politik und in der Regierung die Rahmenbedingungen weiter verbessern und für mehr Rückenwind sorgen", so Faymann.

Vor allem Südost- und Osteuropa sind von Bedeutung, da sich Österreich nicht zuletzt als Drehscheibe von Wirtschaft, Dienstleistungssektor und Finanzwelt verstehe. "Unser Engagement in diesem Bereich ist einer der Gründe für unsere Zuwachsraten. Wenn aber gerade in diesen Ländern Schwierigkeiten auftauchen, die sich dämpfend auf die wirtschaftlichen Vorhersagen auswirken und sich die Kaufkrafterwartungen anders entwickeln, dann ist die österreichische Wirtschaft gefordert. Das heißt aber nicht, dass wir diese Funktion als Drehscheibe aufgeben sollen. Ganz im Gegenteil", so der Bundeskanzler.

Diese Länder hätten ein gehöriges Wachstumspotential, das es für die Zukunft zu nutzen gelte. Für die österreichischen Betriebe sei die gegenwärtige Situation jedoch oftmals schwierig, da sich nach den heutigen Prognosen eine erhöhte Nachfrage erst in einigen Jahren einstellen werde. "Ich unterschätze die Herausforderungen nicht. Realitätssinn ist angesagt, man muss sich den Aufgaben stellen und mit Optimismus an diese herangehen. Denn optimistisches Agieren bedeutet, sein Ziel mit Beharrlichkeit zu verfolgen", so Faymann.

"Wir müssen daher unsere Kräfte gemeinsam bündeln und tun, was im Bereich der Bildung und Ausbildung nötig ist. Wir müssen aber auch Maßnahmen zur Kaufkraftstärkung setzen. Dazu gehört auch das Instrument der Steuersenkung. Es ist immer schwieriger, Freiräume zu schaffen als darüber Klage zu führen, dass es sie nicht gibt. Aber an einer Steuersenkung führt kein Weg vorbei. Sie ist ein Mosaikstein in einer Kette von Maßnahmen, um die Kaufkraft zu stärken. Mehr Netto vom Brutto zu verlangen ist keine ideologische Kategorie, sondern vielmehr ein Motor, um die Nachfrage im eigenen Land zu stärken", so der Bundeskanzler.

"Der Wirtschaftsbericht hält uns den Spiegel vor und zeigt und, was richtig und gut ist. Er sagt uns aber auch, was noch getan werden muss. Und weil noch so viel zu tun ist, bitte ich sie in diesem Sinne für eine weiterhin gute und optimistische Zusammenarbeit mit Realitätssinn für unser Land", so Faymann abschließend.

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