Mitterlehner zum Wirtschaftsbericht 2014: Wissensgesellschaft stärken, Standort Österreich weiterentwickeln

BM Mitterlehner will Leitbetriebe und KMU stärken, Bürokratie abbauen und Exporte forcieren - F&E-Investitionen schaffen mehr Wachstum und Arbeitsplätze

Wien (OTS/BMWFW) - Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner präsentierte am Montag in der Hofburg gemeinsam mit Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Finanzminister Michael Spindelegger und Infrastrukturministerin Doris Bures den Wirtschaftsbericht Österreich 2014. "Der internationale Wettbewerb wird schärfer, das weltwirtschaftliche Umfeld bleibt schwierig. Daher müssen wir den Standort weiterentwickeln, die Wissensgesellschaft stärken und die Unternehmen als Partner beim Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen. Entscheidend ist auch, dass wir uns mit Reformen auf der Ausgabenseite Spielraum für Zukunftsinvestitionen und eine Steuerreform schaffen", sagte Mitterlehner, der sich für einen gemeinsamen Kraftakt aussprach. "Wir brauchen einen Ruck nach vorne und kein Gezerre in alle Richtungen."

Standort mit Reformen weiterentwickeln

Neue Impulse wird die unter Federführung Mitterlehners gestartete Standortstrategie für Leitbetriebe bringen, rund 20 CEOs sind direkt eingebunden. "Starke Leitbetriebe sichern Wachstum, Beschäftigung und Innovation und sind in der Wertschöpfungskette eng mit hunderten kleinen und mittleren Unternehmen vernetzt. Daher müssen wir das Umfeld für sie schrittweise verbessern", so Mitterlehner. Allein in Österreich investieren 33 weltmarktführende Leitbetriebe 1,1 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. 80 Prozent der Leitbetriebe kooperieren regelmäßig mit Fachhochschulen und Universitäten als Forschungspartner. Darüber hinaus setzt sich Mitterlehner für eine ausgewogene Energie- und Klimapolitik auf der EU-Ebene ein, die den Standort fördert und nicht Abwanderungen provoziert.

Unternehmen als Partner unterstützen, Bürokratie abbauen

"Um ein stärkeres Wachstum zu ermöglichen, müssen wir ein positives Umfeld für Investitionen und Gründungen sichern, flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen und vor allem den bürokratischen Aufwand verringern", verweist Mitterlehner auf aktuelle Schwerpunkte seines Ressorts. "Daher starten wir eine Entbürokratisierungs-Offensive und verringern die Zahl der verpflichtend vorgeschriebenen Beauftragten. Weitere Schritte müssen folgen, damit das Wirtschaften für die Betriebe wieder einfacher wird. Wir brauchen insgesamt mehr Servicequalität und Bürgerorientierung", so Mitterlehner. Reformiert wird auch die Wirtschaftsförderung. "Wir setzen verstärkt auf zinsgünstige Kredite und Garantien, deren Rückflüsse im Gegensatz zu Zuschüssen wieder neu verwendet werden können", so Mitterlehner.

Wissensgesellschaft auf allen Ebenen vorantreiben

"Im weltweiten Wettbewerb punkten wir vor allem mit Innovation, Qualifikation und Kreativität. Daher wollen wir die Wissensgesellschaft auf allen Ebenen unterstützen", bekräftigte Mitterlehner, der dafür auch die Verbindung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in einem Ressort bestmöglich nützen will. "Wir unterstützen jetzt den gesamten Innovationszyklus, von der aufgestockten Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis zur Marktanwendung", bekräftigt Mitterlehner. 2014 sollen die Forschungsausgaben auf den Rekordwert von 9,3 Milliarden Euro steigen, im EU-Vergleich hat Österreich die fünfthöchste Forschungsquote. "Unser Ziel ist der Aufstieg zum Innovation Leader. Grundvoraussetzungen dafür sind eine Weiterentwicklung der Strukturen und weitere Investitionen in Universitäten, die Fachhochschulen und die Duale Ausbildung. Dort entscheidet sich unsere Zukunft", so Mitterlehner.

Internationalisierung forcieren, Exporte in neue Märkte verstärken

Ein zentraler Wachstumstreiber für Österreich ist der Export, der nach drei Exportrekorden in Folge auch 2014 um rund fünf Prozent wachsen soll. "Entscheidend ist, dass wir die Diversifikation der Exporte weiter forcieren, um Zukunftsmärkte außerhalb Europas zu erschließen. Wir müssen dorthin gehen, wo das stärkste Wachstum ist, ohne die traditionellen Märkte zu vernachlässigen", so Mitterlehner. Um den Export zu unterstützen, stellt das Wirtschaftsministerium 31 Millionen Euro für das Förderprogramm "go international" bereit. Mittelfristig soll auch die Zahl der Exporteure erstmals auf über 50.000 steigen.

Über den Wirtschaftsbericht Österreich 2014

Der Wirtschaftsbericht Österreich 2014 wurde unter Federführung des Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministeriums verfasst. Wesentliche Beiträge und Informationen lieferten Wirtschafts- und Finanzministerium sowie die weiteren Ressorts der Bundesregierung, zusätzliche Beiträge kommen unter anderem von EU-Kommission, OECD, WIFO und IHS. In einem gesonderten Kapitel werden Analysen von renommierten Ökonomen dargestellt. Auch EU-Kommissar Olli Rehn und OECD-Generalsekretär Angel Gurria haben Gastbeiträge verfasst.

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