AKS: LSV-Wahl in Kärnten wird angefochten

Manipulation bei den LSV-Wahlen in Kärnten muss Konsequenzen haben

Wien (OTS) - Die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) fechtet die Wahlen zur Landesschüler_innenvertretung in Kärnten nach einer Wahlmanipulation an, die betreffenden Dokumente sind am vergangenen Freitag an den Landesschulrat in Kärnten gesendet worden. Auslöser ist eine von einer eigentlich nicht wahlberechtigten Person abgegebenen Stimme: Nachdem der Schulsprecher des Ingeborg Bachmann Gymnasiums am Wahltag verhindert war, übertrug er das Wahlrecht an die 1. stellvertretende Schulsprecherin, Sofie Haiden. Gewählt hat jedoch die 2. stellvertretende Schulsprecherin, der eigentlich wahlberechtigten Haiden blieb das Wahlrecht verwehrt. In einem Brief an den Landesschulrat gibt der Direktor der Schule an, von der Schülerunion getäuscht worden zu sein, um ihm die notwendige zweite Wahlrechtsübertragung zu entlocken. "Das ist ein Skandal! Aufgrund von politischen Differenzen einer Schülerin das Stimmrecht zu stehlen, ist eine demokratiepolitische Schande", zeigt sich Christina Götschhofer, Bundesvorsitzende der AKS entsetzt.

Die AKS ist überzeugt davon, dass der Landesschulrat in Kärnten die Wahl im AHS-Bereich für ungültig erklären wird. "Alles andere wäre Wahnsinn und ein Affront gegenüber allen Schülern und Schülerinnen Kärntens! Der Direktor der Schule gibt an, getäuscht worden zu sein, die Stimmrechtsübertragung ist folglich ungültig. Somit muss die Wahl auf jeden Fall für nichtig erklärt werden", erklärt Carina Laimer, Landesvorsitzende der AKS Kärnten/Koroska.

Es wäre bereits die zweite Annullierung einer LSV-Wahl in kurzer Zeit, bereits 2012 wurde die LSV-Wahl in Salzburg nach Ungereimtheiten erneut ausgetragen. "Wenn es um jede einzelne Stimme geht, ist Wahlbeeinflussung für manche ebenso antretenden Gruppen leider naheliegend, vor allem wenn sie um jeden Preis gewinnen wollen", ist Götschhofer enttäuscht. Zudem betont sie die Notwendigkeit einer Direktwahl der LSV und BSV durch alle Schüler und Schülerinnen: "Es ist undemokratisch, wenn einige wenige Schulsprecher_innen für 1,1 Millionen Schüler und Schülerinnen entscheiden müssen. Das muss sich ändern!"

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Christina Götschhofer
AKS Bundesvorsitzende
Tel.: 0664/5112145
christina.goetschhofer@aks.at

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