Kaske zum Wirtschaftsbericht: Lohnsteuerentlastung rasch angehen!

Alles für Beschäftigung tun - von Senkung der Lohnsteuer bis hin zu Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung, sozialen Wohnbau, Pflege

Wien (OTS) - "Es muss alles für mehr Beschäftigung getan werden. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit muss nicht nur aus sozialen, sondern auch aus budgetären Gründen Vorrang in der Wirtschaftspolitik haben", verlangt AK Präsident Rudi Kaske anlässlich der Präsentation des Wirtschaftsberichts. "Um die Kaufkraft zu stärken, muss es zu einer spürbaren Entlastung bei der Lohnsteuer kommen bis hin zu mehr Investitionen in die Bildung, den sozialen Wohnbau, den Ausbau der Kinderbetreuung und der Pflege."

Die Entwicklung der österreichischen Wirtschaft war 2013 mehr als verhalten, und auch in den nächsten zwei Jahren wächst Österreichs Wirtschaft nur moderat. Das WIFO prognostiziert nach 0,3 Prozent Wachstum 2013 für 2014 1,4 Prozent und 2015 1,7 Prozent. Mit ein Grund dafür ist nicht zuletzt die schwache Nachfragentwicklung. Österreichs Wirtschaft kann sich auch nicht von der europaweiten Nachfrageschwäche abkoppeln - was sich zuletzt in gesunkenen Investitionen und steigenden Arbeitslosenzahlen niedergeschlagen hat. "Wenn jetzt die Wirtschaft langsamer wächst als ursprünglich angenommen, ist die Stärkung der Kaufkraft der richtig Weg", so Kaske.

Konkret verlangt der AK Präsident:

+ Lohnsteuer senken: Der Faktor Arbeit ist zu hoch belastet. Die Lohnsteuer, inzwischen die Steuer mit dem höchsten Aufkommen, wies von Jänner bis Mai einen Anstieg des Aufkommens um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf. Daher ist es höchst an der Zeit, die Lohnsteuern spürbar zu senken.

+ Mehr Mittel für Beschäftigung: Investitionen in die Pflege, Kinderbetreuung und in den sozialen Wohnbau sind dringend notwendig. Mehr Geld muss auch für Ältere, gesundheitlich Beeinträchtigte und zur Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit eingesetzt werden. "Unternehmen müssen mehr alternsgerechte Arbeitsplätze schaffen", sagt Kaske. "Wer diesen Strukturwandel nicht oder nur ungenügend mitmacht, soll mit empfindlichen finanziellen Nachteilen rechnen müssen, Stichwort Bonus Malus System."

+ Bildung und Weiterbildung forcieren: Zusätzliche Mittel sind notwendig, um den Hochschul- und den Fachhochschulsektor in den nächsten Jahren auszubauen.

+ Breitbandausbau-Gelder rasch bereitstellen: Die weitere Verzögerung von notwendigen Investitionen in Breitbandinfrastruktur schadet dem Standort und vergrößert die Digitale Kluft zwischen Ballungszentren und ländlichen Regionen. Es braucht daher dringend mehr Investitionen in digitale Netze.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001