Renner: Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, darf nicht privaten Konzernen ausgeliefert werden

Keine generelle Privatisierung der Trinkwasserversorgung und der Quellgebiete

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Niederösterreich ist in der glücklichen Lage, über genügend Wasserreserven zu verfügen, um den Trink- und Gebrauchswasserbedarf jetzt und in Zukunft abzudecken. Der derzeitige Verbrauch in NÖ beträgt rund 250 Millionen Kubikmeter im Jahr. In den nächsten Jahren ist damit zu rechnen, dass der Verbrauch auf etwa 380 Millionen Kubikmeter jährlich ansteigen wird. Der Wasserschutz stellt die Grundlage für die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser dar. Doch nun gilt es einmal mehr unsere Wasserressourcen für künftige Generationen zu sichern und zu schützen. Die drohende Privatisierung der Wasserversorgung und der Ausverkauf unserer Quellgebiete an internationale Konzerne im Zuge der derzeit laufenden TTIP-Verhandlungen zum Freihandelsabkommen der EU mit den USA muss unbedingt verhindert werden", so Niederösterreichs Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner.

"Gerade jetzt werden neue Pläne kolportiert, beispielsweise die Wasserversorgung der Städte und Gemeinden international ausschreiben zu müssen und damit auch internationale Konzerne im Heimmarkt leichter Fußfassen zu lassen. Das hätte auch zur Folge, dass diese Unternehmen unsere Wasserressourcen aufkaufen und damit auch eigene Geschäfte, die nicht im Interesse Österreichs sind, betreiben könnten. Das würde reichen von einer großflächigen kommerziellen Vermarktung reinsten Quellwassers bis hin zur Privatisierung der Trinkwasserversorger", gibt Renner zu bedenken.

"Ich stelle mich ganz klar gegen diese Entwicklungen. Wir müssen die kleinräumigen Strukturen unserer Wasserwirtschaft, die sich stets bewährt haben, unbedingt erhalten. Wir müssen alleine darüber bestimmen können, was mit unserem wertvollen Rohstoff und Lebensmittel Wasser geschieht. Die Wasserwirtschaft ist ein zentraler Bereich der Daseinsversorgung für die Menschen und damit eine klassische öffentliche Aufgabe. Eine Privatisierung, die nur zu Mehrkosten für die Konsumenten führen würde, ist strikt abzulehnen", so LHStv. Renner abschließend.
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