FPÖ-Neubauer: Bundesminister Hundstorfer legt geschminkte Statistik vor!

Faktisches Pensionsantrittsalter ist niemals in dem Ausmaß, wie verkündet, angestiegen

Wien (OTS) - "Jubelnd hat Sozialminister Hundstorfer gestern der Presse verkündet, dass das faktische Pensionsantrittsalter innerhalb nur eines Jahres um ganze acht Monate angestiegen sei. Das wäre ja an sich eine erfreuliche Meldung und würde eine Trendumkehr in die richtige Richtung darlegen, hätten diese Zahlen nicht einen kosmetischen Schönheitsfehler", stellte heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

Da seit 1. Jänner 2014 eine befristete Invaliditätspension für unter 50jährige nicht mehr möglich ist, fällt diese Personengruppe aus der Statistik komplett heraus. Man will sich um diese Personen besonders bemühen, damit sie möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können. Eine Frage, die sich dabei aufdrängt:
"Hat man das bis jetzt nicht getan?" In dem Zeitraum bis zur Wiederaufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses oder die unbefristete Invaliditätspension, wer weiß das so genau, erhalten die Menschen ein sogenanntes Rehabilitationsgeld und fallen damit in die Arbeitslosenstatistik.

"Ich stimme dem Bundesminister zu, dass wir ein im Prinzip langfristig gesichertes Pensionssystem haben. Doch dringende Reformen, wie etwa eine komplette Harmonisierung fehlen nach wie vor und der Regierung der Mut, diese endlich in Angriff zu nehmen. Ich darf den Herrn Minister darauf aufmerksam machen, dass es keine Reform darstellt, einer Personengruppe ein anderes "Mascherl" umzuhängen und so zu tun, als sei damit die riesige Pensionsreform geschafft. Denn genau das wurde hier getan und bringt uns einer echten, spürbaren Anhebung des Pensionsantrittsalters keinen Schritt näher. Die Ernüchterung kommt spätestens bei der nächsten Evaluierung", so Neubauers Kritik.

"Es ist einer positiven Veränderung auch wenig dienlich, mit geschönten Zahlen zu jonglieren. Nur ehrliche Zahlen können eine Grundlage für richtige Entscheidungen und Reformen sein. Alles andere dient nur der Selbstbeweihräucherung und ist ein Versuch die Menschen darüber hinwegzutäuschen, dass die Regierung zu einschneidenden Reformen einfach nicht in der Lage ist. Darum fordere ich den Minister auf, uns den Wert zu nennen, der sich inklusive der Rehabilitationsgeldbezieher ergibt", so Neubauer abschließend.

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