Hundstorfer: Reformen bringen einen echten Anstieg beim Pensionsantrittsalter

Müssen das Regierungsprogramm umsetzen - Bonus/Malus wichtig, um Beschäftigungsquote Älterer zu erhöhen

Wien (OTS/BMASK) - "Die Zahlen aus den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres zeigen deutlich in eine Richtung - dass das tatsächliche Antrittsalter für die Pensionen um acht Monate gestiegen ist. Es ist ein echter Anstieg und keine Schönrederei", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer Freitag in einer Aussendung. "SPÖ und ÖVP haben erst vor wenigen Monaten im Regierungsprogramm gemeinsam eine Linie festgelegt, wie wir in der Frage der Pensionen in den nächsten fünf Jahren vorgehen werden. Die Reform der Invaliditätspension, die Reform der Langzeitversichertenregelung, die Reform der Korridorpension sowie die Einführung des Pensionskontos wurden genauso wie der noch ausstehende Bonus/Malus für die Einstellung älterer Arbeitnehmer im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner ÖVP beschlossen. Wir werden uns selbstverständlich weiter an die getroffenen Abmachungen halten", unterstrich der Minister. ****

Es stehe außer Frage, dass wir das tatsächliche Pensionsantrittsalter anheben müssen. Die Reformen und Anstrengungen, die wir in den letzten Jahren unternommen haben, sind zum Teil tiefe Einschnitte, sogar ganze Systemumstellungen wie beim Pensionskonto. "Bei allen Frühpensionsformen haben wir deutliche Verschärfungen vorgenommen. Eine große Herausforderung ist sicher, die Zahl der Invaliditäten in Österreich zu verringern, mit dem Rehabilitationsgeld haben wir einen großen Schritt gesetzt, mit dem wir Menschen, die ansonsten in der Berufsunfähigkeit verblieben wären, wieder in den Arbeitsmarkt zurückbringen wollen", so Hundstorfer. Diese Menschen seien daher auch nicht in Pension, sondern befinden sich in medizinischen oder beruflichen Maßnahmen. Sie stehen somit dem Arbeitsmarkt nach ihrer Rehabilitation selbstverständlich wieder zur Verfügung.

"Es macht daher Sinn, wie im Regierungsprogramm vereinbart, dass man nach zwei Jahren genau nachschaut, ob die getroffenen Maßnahmen auch tatsächlich gegriffen haben und wenn notwendig dann weitere Maßnahmen setzt. Es macht aber keinen Sinn, alle halben Jahre, oder alle Monate nach weiteren Maßnahmen zu rufen. Es muss uns vielmehr gelingen, die vereinbarten Vorhaben umzusetzen, daher ist es von großer Bedeutung, dass die Beschäftigungsquoten Älterer steigen. Die Unternehmen müssen mitziehen und Ältere verstärkt einstellen bzw. nicht beim erstmöglichen Zeitpunkt aus dem Arbeitsmarkt in die Pension drängen", sagte der Sozialminister. Er zeigte sich abschließend überzeugt, dass die getroffenen Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen werden, wie man am steigenden Antrittsalter bereits bei aller Vorsicht ablesen kann. (Schluss)

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