Menclik und Traschkowitsch laden Freiheitliche zu Besuch bei Regenbogenfamilien ein

Scharfe Kritik an diskriminierenden FPÖ-Aussagen im niederösterreichischen Landtag

Wien (OTS/SK) - Scharfe Kritik an den diskriminierenden Aussagen von FPÖ-Vertretern in der gestrigen Sondersitzung des Niederösterreichischen Landtages äußern Michaela Menclik, stv. Bundes- und niederösterreichische Landesvorsitzende und Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SoHo heute, Freitag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Wenn die Freiheitlichen von einer 'physischen und psychischen Gefahr' für Kinder in gleichgeschlechtlichen Pflegefamilien sprechen, offenbart dies einmal mehr, welches jenseitige Sittenbild bei dieser Partei herrscht. Die FPÖ bedient sich einmal mehr einer menschenverachtenden Ausdrucksweise, um ihre haltlosen Vorurteile und homophoben Klischees zu befeuern", so Menclik und Traschkowitsch. ****

Im Vordergrund der Gesetzesänderung in Niederösterreich stand das Kindeswohl und die Beseitigung von diskriminierenden Passagen im Gesetz, laut dem Lesben und Schwule als Pflegeeltern bisher ausgeschlossen waren. "Es dürfte der Aufmerksamkeit der Freiheitlichen in Niederösterreich entgangen sein, dass es beispielsweise in Wien bereits seit 1997 die Möglichkeit gibt, Pflegekinder an Lesben und Schwule zu vermitteln", erinnert Menclik. "Die FPÖ negiert bewusst Studien, Fachmeinungen und die Lebensrealität, um ihr Stereotyp von der Vater-Mutter-Kind-Familie mit der Frau hinter dem Herd zu propagieren", ergänzt Traschkowitsch.

"Anscheinend leben die Freiheitlichen wirklich noch in einem anderen Zeitalter. Lesben und Schwule haben es nicht notwendig, sich ständig von der FPÖ beschimpfen und diskreditieren zu lassen", betonen Menclik und Traschkowitsch unisono. Zum Abbau dieser blauen Vorurteile lädt die SoHo die FPÖ hiermit zum Kennenlernen des Lebensalltags von Regenbogenfamilien ein: "Von Besuchsaktionen bis hin zum einwöchigen Partnertausch unter dem Motto 'Freiheitliche suchen Anschluss an Regenbogenfamilien' sind wir gerne behilflich", so Menclik und Traschkowitsch abschließend. (Schluss) eg/bj

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