Korun: Anonyme Bewerbungsverfahren im öffentlichen Dienst einführen

Studie zeigt Handlungsbedarf bei Arbeitsmarktdiskriminierung auf

Wien (OTS) - Eine Studie der Uni Linz belegt einmal mehr, dass Menschen mit ausländisch klingenden Namen bei der Jobsuche diskriminiert werden. Teilweise müssen sie sich doppelt so oft bewerben wie InländerInnen mit genau demselben Ausbildungsstand und Berufserfahrung. "Chancengleichheit sieht anders aus", betont Alev Korun, Integrationssprecherin der Grünen.

"Wenn Menschen von wichtigen Lebenschancen, wie z.B. einem Job, deshalb ausgeschlossen werden, weil sie von vorneherein als 'ausländisch' abgestempelt werden, und das obwohl sie gleich gut abschneiden wie ÖsterreicherInnen, dann ist das Gerede der Regierung von 'Leistung' und 'Integration' purer Selbstbetrug", kritisiert Korun.

"Daher braucht es anonyme Bewerbungsverfahren im öffentlichen Dienst. Der öffentliche Dienst sollte hier Vorbildwirkung auf Unternehmen haben und zeigen, dass wir die Besten suchen, nicht die mit bestimmten Namen. Daher habe ich zuletzt im März im Parlament einen Antrag zur Einführung anonymer Bewerbungen im Bundesdienst eingebracht. Die Bundesregierung täte gut daran, endlich aufzuwachen und anonyme Bewerbungsverfahren einzuführen", ist Korun überzeugt.

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