Hitze: AUVA rät zu besonderer Vorsicht - Unfallzahlen steigen bei hohen Temperaturen rasch an

Wien (OTS) - In den Sommermonaten steigt nicht nur die Temperatur, sondern auch das Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden. Bei sommerlicher Hitze sinken Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit. Die Folge: die Unfallzahlen steigen besonders auf der Baustelle und im Verkehr. Die AUVA rät daher, sich ausreichend gegen die Hitze zu schützen.

Steigendes Unfallrisiko

Bei Temperaturen von 30 Grad sinken Reaktionsgeschwindigkeit und Koordinationsfähigkeit um ein Viertel, bei 35 Grad ist bereits mit 50 Prozent Leistungseinbuße zu rechnen. Dadurch wird die Hitze zum Risikofaktor: die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko steigen. Bei Arbeiten im Freien, daher überwiegend im Bauwesen, zeigt sich, dass die höchsten Unfallraten in den wärmsten Monaten zu verzeichnen sind. Vor allem im Juli steigt die Zahl der Unfälle im Jahresvergleich um circa zehn Prozent. Auch bei der Zahl der Verkehrsunfälle im Ortsgebiet kommt es jedes Jahr bei hohen Temperaturen zu einem Anstieg.

Maßgeblich für die Abnahme der Leistungsfähigkeit ist zunehmender Flüssigkeitsmangel, bedingt durch starkes Schwitzen. Die AUVA rät daher: Bei mehr als 30Grad C Lufttemperatur und mittelschwerer bis schwerer Arbeit sollte alle 20 Minuten ca. ein Viertel Liter Flüssigkeit getrunken werden. Wasser oder Tee sind dabei besonders als Durstlöscher geeignet.

Auf entsprechende Schutzmaßnahmen achten

Bei Arbeiten im Freien unter großer Hitze stellen auch Haut- und Augenerkrankungen sowie Sonnenstich und Hitzschlag eine zusätzliche Gefahr dar.

Daher empfiehlt die AUVA, sich vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen: "Auf keinen Fall sollte man mit freiem Oberkörper arbeiten", so AUVA-Präventionsexperte Dr. Emmerich Kitz. "Ich empfehle eine UV-Schutzbrille, Schirmkappe mit Nackenschutz sowie ein T-Shirt als Schutz vor der Sonne zu tragen und nach Möglichkeit den Arbeitsplatz mit einem Schattenspender, etwa einem Schirm, zu schützen. Darüber hinaus sollte immer Wasser oder Tee griffbereit sein."

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 0,5 Millionen Selbständige sowie 1,5 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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