Große Dracula-Ausstellung in Taipeh

"Dracula"-Porträt aus Schloss Ambras im Mittelpunkt der Ausstellung 5.7. - 5.10.2014

Taipeh/Taiwan (OTS) - Am 4. Juli wird "Dracula: The History and Art of Vampires" im National Museum of History, Taipeh/Taiwan, unter großer Beteiligung von Schloss Ambras Innsbruck und dem Kunsthistorischen Museum Wien eröffnet.

2008 veranstaltete Schloss Ambras Innsbruck mit großem Erfolg die Sonderausstellung "Dracula. Woiwode und Vampir", 2010 wurde sie in Rumänien gezeigt, 2012 reiste sie schließlich in modifizierter Form nach Mailand und setzt nun ihre "Tour du Monde" in Taipeh fort.

Die Ausstellung thematisiert zwei Aspekte: einerseits den historischen Vlad III. Dracul, Fürst der Walachei, andererseits die im 18. Jahrhundert entstandenen Legenden über Vampirismus rund um den Mythos Dracula und deren Ausdruck in Literatur und Film. Das seit dem 16. Jahrhundert in Schloss Ambras Innsbruck verwahrte Porträt des Vlad III. Dracul (= Drache; ca.1431-1477) bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung. Dieser war vor allem wegen seines mit Grausamkeit geführten Abwehrkampfes gegen die Osmanen bekannt; die von ihm um 1460 durchgeführten Massenpfählungen trugen ihm den Beinamen Tepes, "der Pfähler", ein und stilisierten ihn zum schrecklichen Tyrannen. Zum blutsaugenden untoten Vampir wurde er durch Bram Stokers Roman "Dracula" (= der kleine Drache) von1897.

Die in der Ausstellung präsentierten Gemälde, Waffen, Kunst- und Gebrauchsgegenstände sowie Dokumente aus dem Kunsthistorischen Museum Wien und Schloss Ambras Innsbruck führen nicht nur zu den Wurzeln des Mythos, sondern zeigen auch seine Aktualität: Sowohl die Geschichten über den grausamen Fürsten als auch die Berichte über die Slawen, die des Vampirismus verdächtigte Leichen pfählten, entstammten dem gleichen Vorurteil, welches der Westen gegenüber dem Osten hegte:
dass dieser brutal, rückständig und unberechenbar sei. Mit Dracula und den Vampiren werden aber auch existentielle Themen angesprochen, die den Menschen bis heute faszinieren: Unsterblichkeit, ewige Jugend, Erotik und beherrschende Macht. Dies wird vor allem in den Ausschnitten berühmter Dracula-Verfilmungen in der Ausstellung deutlich.

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