Erdgas und Fernwärme gut für Umwelt und Bevölkerung

Erdgas und Fernwärme dämmen Luftschadstoffe und Treibhausgase ein. Intensivere Nutzung und Ausbau der Leitungsinfrastruktur führen zudem positiven volkswirtschaftlichen Effekten.

Wien (OTS) - "Wie eine umweltfreundliche, effiziente und kostengünstige Energiezukunft aussehen kann, wird von der brandneuen Studie des Umweltbundesamtes beantwortet", sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW). In der Studie wurde die Entwicklung der Branche bis 2030 analysiert, um Empfehlungen für die österreichische Energiepolitik abzuleiten: Die Wärmebereitstellung aus Erdgas und Fernwärme hat positive Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Endverbraucher.

Empfehlungen der Studie
Um Luftschadstoffe und Treibhausgase nachweislich zu reduzieren, sollten laut Studie ineffiziente Einzelöfen mit hohen Schadstoffemissionen durch Fernwärme oder Gasheizungen ersetzt werden. "Fernwärme und Gasheizungen werden auch in den kommenden Jahren einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren und ökologisch verträglichen Wärmebereitstellung leisten", sagt Mock.
Damit die wirtschaftlichen Vorteile von Erdgas und Fernwärme zum Tragen kommen, ist es notwendig, dass die bereits vorhandene Leitungsinfrastruktur auch in Zukunft intensiv genutzt wird. In Gebieten mit leitungsgebundener Energieversorgung empfiehlt er eine Verdichtung der Netze. "Es soll die vorhandene Gas- und Fernwärmeinfrastruktur besser genutzt und optimiert werden. So kann weiterhin eine umweltfreundliche und dabei kostengünstige Raumwärmeversorgung für die Bevölkerung gewährleistet werden", sagt Mock.

Ökologische Effekte von Erdgas und Fernwärme
Erdgas und Fernwärme sind sehr saubere und umweltfreundliche Energieformen und können auch in Zukunft einen signifikanten Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen und Luftschadstoffen leisten (siehe Abbildungen 1 und 2).
Erdgas ist ein sauberer Brennstoff, der bei richtigem Einsatz die geringsten Luftschadstoffemissionen aller Brennstoffe verursacht. Erdgas emittiert im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern um ein Drittel weniger Treibhausgase und nahezu keinen Feinstaub. Fernwärme verursacht bei Nutzung von Abwärmequellen unterschiedlichster Herkunft kaum Treibhausgasemissionen und ist auch mit biogenen Brennstoffen effizient und ökologisch sinnvoll darstellbar.
Durch die Verwendung von hocheffizienten Großtechnologien für die Fernwärmebereitstellung werden besonders niedrige Luftschadstoffemissionen erzielt, was gerade in Städten besonders wichtig ist.
Auch in Sachen Feinstaub schneidet Fernwärme gut ab: Kohle oder Stückholz in Einzelfeuerung verursachen bis zu zehn Mal mehr Feinstaub als Fernwärmeanlagen.

Ökonomische Effekte von Erdgas und Fernwärme
Erdgas und Fernwärme sind die kostengünstigsten Arten der Energieversorgung und sind durch die starke Nutzung im urbanen Raum von hoher sozialer Bedeutung. Beide Energieformen haben eine stabile Preisentwicklung zu verzeichnen. Zudem ist die Forcierung von Erdgas und Fernwärme mit positiven Effekten für die Wirtschaft verbunden. Erdgas und Fernwärme verfügen über eine hohe Versorgungssicherheit und sind somit ein wichtiger Partner für Haushalte, Industrie und Wirtschaft.
Durch das Einspeisen von synthetischem Methan, Bio-Methan und Wasserstoff kann die Erdgasleitungsinfrastruktur als Brücke zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft dienen.
Erdgas ist ein zukunftssicherer Energieträger, der ökologisch und energieeffizient vielfältig eingesetzt werden kann. Zum Beispiel in Erdgas-Brennwertgeräten, Mikro-KWK-Anlagen oder Gas-Wärme-Pumpen. Die vorhandene Leitungsinfrastruktur kann darüber hinaus für umweltfreundliche Erdgasmobilität genutzt werden.
Bau und Erhaltung der Leitungsinfrastruktur schaffen Arbeitsplätze und hohe heimische Wertschöpfung.
Beide Energieformen haben die geringsten Investitionskosten und sind für die Kunden leistbar.

"Die Entwicklung des gesamten Raumwärmepreises beziehungsweise des Raumwärmeindex ist von signifikanter volkswirtschaftlicher Bedeutung, da gerade in der Raumwärme stabile Preise für Kunden eine soziale Funktion haben", sagt Mock.

Blick in die Zukunft
Die Studie mit dem Titel "Beitrag von Fernwärme, Fernkälte und Erdgas zu energie- und umweltpolitischen Zielen" zeigt, dass Erdgas und Fernwärme bedeutsames Potential hinsichtlich Umweltschutz, Wirtschaftswachstum und Kostensenkung bei Endverbrauchern haben. Damit diese Potentiale weiterhin genutzt werden können, ist eine Verdichtung der bereits vorhandenen Leitungsnetze vorteilhaft: "Für die Verdichtung der Leitungsnetze soll in der Raumordnung auf bereits bestehende Leitungsnetze Rücksicht genommen werden, um eine auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittene Energieversorgung zu generieren und so leistbare Konsumentenpreise zu ermöglichen", empfehlen die Autoren der Studie Dr. Jürgen Schneider, Leiter des Bereichs Wirtschaft und Wirkung im Umweltbundesamt, und Dr. Horst Steinmüller von der Johannes Kepler Universität Linz.

Die Studie ist unter folgendem Link frei zum Download:
http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/DP141.pdf

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:
Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein. Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Mock
Geschäftsführer des Fachverbandes der
Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen
Mail: mock@gaswaerme.at
Tel: +43/1/513 15 88/13
Web: www.erdgas.at

Umweltbundesamt
Ingeborg Zechmann
Tel.: : +43 (1) 31304-5413
Web: www.umweltbundesamt.at

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