Datum: Missstände in der Wiener Fremdenbehörde MA 35

Anwälte und Betroffene berichten von schikanösen Beamten und langen Wartezeiten. Auch zu tätlichen Übergriffen auf Beamte soll es gekommen sein.

Wien (OTS) - Das Monatsmagazin DATUM berichtet in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe über grobe Missstände in der Wiener Fremdenbehörde MA 35. Die Magistratsabteilung mit rund 180 Mitarbeitern und acht Standorten in Wien ist zuständig für Einbürgerungen und Aufenthaltsgenehmigungen. Bei der Volksanwaltschaft, Anwälten, NGOs und Betroffenen steht die Abteilung immer öfter in der Kritik. Es wird von Desinformation, schikanösen und überforderten Beamten, langen Wartezeiten und regelmäßiger Überschreitung von Bearbeitungsfristen berichtet.

Ehemalige Mitarbeiter prangern gegenüber DATUM hingegen unerträgliche Arbeitsbedingungen und Personalnot an. So bezeichnet ein Ex-Mitarbeiter die MA35 als "Strafkompanie". Darüber hinaus berichten ein Gewerkschaftsvertreter und Senol Akkilic, Gemeinderat der Grünen, von Fällen körperlicher Gewalt, denen MA-35-Mitarbeiter durch Kunden ausgesetzt gewesen seien. So soll es zu kleineren Rangeleien bis hin zu Schlägen ins Gesicht gekommen sein. Als Konsequenz wurde ein Notfallsystem installiert. Die verantwortliche Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) dementiert auf Anfrage von DATUM Tätlichkeiten gegenüber Beamten.

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