FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: "24-Stunden-Telemedizin" ist medizinischer und haftungsrechtlicher "Blindflug" für Ärzte und Patienten

"Die 24-Stunden-'Fernauskunft' ist eine 'telemedizinische Fahrt ins Blaue'. Diesen gefährlichen Irrsinn als zusätzlichen 'Service' für die Patienten zu verkaufen, ist perfide."

Wien (OTS) - "Die 24-Stunden-'Fernauskunft' ist gefährlicher Irrsinn:
Kein Arzt der Welt kann auf Basis eines Telefonats eine wirklich verlässliche Diagnose stellen. Diese 'telemedizinische Fahrt ins Blaue' auch noch als zusätzlichen Service für die Patienten zu verkaufen, ist perfide. Die Wahrheit ist: SPÖ-Gesundheitsminister Stöger und Hauptverbandschef Hans-Jörg Schelling sparen das Gesundheitssystem auf dem Rücken der Patienten zu Tode", so heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin und Obfrau des Gesundheitsausschusses, NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

"Wenn ein Kind fiebert, kann man nicht erwarten, dass eine Mutter -noch dazu in einer Stresssituation - quasi eine ärztliche Untersuchung vornimmt. Was passiert, wenn sie etwas übersieht und der Arzt am Telefon die Dringlichkeit des Falles falsch einschätzt? Wer haftet dafür? Ganz abgesehen davon, dass es hier um Menschenleben geht", kritisiert Belakowitsch-Jenewein.

Auf der einen Seite werfe Stöger Millionen für Elga hinaus, unter anderen unter dem Vorwand, dass ELGA Informationsdefizite abbaue und dadurch Behandlungsfehler vermieden würden. "Auf der anderen Seite sollen Ärzte und Patienten via Internet und Telefon auf einen medizinischen (und haftungsrechtlichen) Blindflug geschickt werden. Gesundheit ist keine Ware, Herr Schelling. Möbel kann man vielleicht im Internet verkaufen, und selbst die schaut man sich lieber 'in natura' an", so Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

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