Jarolim: Würde am Ende des Lebens ist sicherzustellen, aber nicht in der Verfassung

SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim in konstituierender Sitzung der Enquetekommission "Würde am Ende des Lebens" zum stellvertretenden Obmann gewählt

Wien (OTS/SK) - "Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit Menschen am Ende des Lebens die bestmögliche Betreuung zuteilwird. Damit ist nicht nur medizinische Unterstützung gemeint, sondern vor allem auch psychologische bzw. seelische", betont SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim, heute, Mittwoch, anlässlich der konstituierenden Sitzung der Enquetekommission "Würde am Ende des Lebens", in der er zum stellvertretenden Obmann gewählt wurde. ****

Zur Vorsicht mahnt Jarolim hinsichtlich des Vorschlages, ein Verbot der Sterbehilfe in der Verfassung zu verankern. "Es gibt Situationen, in denen der Wunsch eines Menschen, das Leben zu beenden, auch ernst genommen werden muss - nämlich, wenn ein schmerzvoller und unerträglicher Leidenszustand ohne Hoffnung auf Besserung besteht", so der SPÖ-Justizsprecher. Zusätzlich seien in der Verfassung die Organisationsform und die Grundnormen des Staates festgelegt. Die Materie "Sterbehilfe" sei in der Verfassung daher fehl am Platz.

Vielmehr müsse es darum gehen, die bestmögliche palliativmedizinische Versorgung für alle sicherzustellen. Die Vision der Sozialdemokratie ist es, die Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich derart flächendeckend und bedarfsorientiert auszubauen, dass der Wunsch nach "aktiver Sterbehilfe" sich erübrigt. (Schluss) rp/sc

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003