Industrie: Investitionen in Infrastruktur entscheidend für Standort

Verkehrs- und Infrastruktur-Politik ist gleichzeitig Standortpolitik - Investitionen in die Bahnhofsinfrastruktur positiv für heimische Wirtschaft

Wien (OTS/PdI) - "Investitionen in die heimische Infrastruktur gehören zu den entscheidenden Zukunftsinvestitionen für den Erfolg eines Standortes - sowohl für in Österreich ansässige Unternehmen als auch im Hinblick auf Betriebsansiedelungen und natürlich für unsere erfolgreiche Exportwirtschaft. In keinem anderen EU-Land ist die Exportquote in den vergangenen zehn Jahren so stark gewachsen wie in Österreich. Die heimische Industrie ist und bleibt der Wirtschaftsmotor des Landes und hat eine Exportintensität von 58 Prozent. In manchen Branchen liegt die Exportquote sogar über 90 Prozent. Das sichert Beschäftigung und Wohlstand in Österreich", so der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit DI Herbert Kasser, Generalsekretär des BMVIT, Mag. Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, Dr. Michael Ludwig, Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung Stadt Wien und Dr. Christian Helmenstein, Studienautor, anlässlich der Präsentation der Ergebnisse des Moduls "Standorteffekte und Stadtentwicklungsimpulse von Bahnhofsinvestitionen" des Studienprojekts "Der ökonomische Fußabdruck des Systems Bahn" des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung.

"Die ÖBB und die mit dem System Bahn komplementär verbundenen Unternehmen tragen darüber hinaus in vielfältiger Weise dazu bei, den Industrie- und Technologiestandort Österreich abzusichern. Gerade in der wirtschaftlich schwierigen Phase, in der wir uns europaweit befinden, ist es sehr wichtig, die richtigen Hebel anzusetzen, um Wachstum zu fördern - Investitionen in die heimische Infrastruktur und international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Verkehrssystem sind für die Industrie dabei essenziell - die Bahn ist hier ein wichtiger Bestandteil", so Koren. "Den Gesamtverkehrsplan sehen wir als Chance für die Standortsicherung. Konzepte sind das Eine, letztlich werden wir aber im Standortwettbewerb an der Umsetzung konkreter Maßnahmen gemessen und da hat Österreich Nachholbedarf", betonte der IV-Vize-Generalsekretär.

Verkehrs- und Infrastruktur-Politik ist gleichzeitig Standortpolitik

"Die Ergebnisse der Studie zu Standorteffekten und Stadtentwicklungs-Impulsen von Bahnhofsinvestitionen zeigt einmal mehr: Verkehrs- und Infrastruktur-Politik ist gleichzeitig Standortpolitik. Wo aktiv in moderne Infrastruktur investiert und ein attraktives Angebot geschaffen wird, wächst die Wirtschaft, siedeln sich Betriebe an und entstehen Arbeitsplätze. Die Modernisierung von Bahnhöfen hat also einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Bahnhöfe sind der Zugang zum öffentlichen Verkehrssystem. Attraktive Bahnhöfe werden von Kundinnen und Kunden mehr genutzt. Wir modernisieren österreichweit mehr als 100 Bahnhöfe, 140 werden barrierefrei zugänglich. Das Investitionsvolumen der Bahnhofsoffensive beträgt rund drei Milliarden Euro", erklärte DI Herbert Kasser, Generalsekretär des BMVIT.

Bahnindustrie schafft Arbeitsplätze

"Österreich profitiert in vielen Bereichen durch Investitionen in Bahn-Infrastruktur. Unsere Kunden- und Infrastrukturoffensive schlägt sich in steigenden Fahrgastzahlen von über vier Prozent nieder, neue Lebens- und Wohnräume entstehen, klimafreundliche Mobilität kann ausgebaut werden, wir schaffen Lebensqualität. Auch die Wirtschaft profitiert, 0,6 Prozent Beitrag zur Brutto-Wertschöpfung durch die Infrastrukturinvestitionen der ÖBB stabilisieren die Konjunktur - ein entscheidender Wert angesichts eines realen Wachstums von 0,3 Prozent 2013. Die ÖBB sind der Leitbetrieb eines starken Sektors: Bahnen und Bahnindustrie beschäftigen 54.000 Menschen", betonte Mag. Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.

Wiener Wohnbau als Motor der Stadtentwicklung

"Die beträchtlichen Investitionen, die die Stadt Wien im Bereich von Bahnhöfen in Wohnbau, Stadterneuerung und Infrastruktur tätigt, entfalten gemeinsam mit den Investitionen in die Bahnhofsinfrastruktur eine enorme Zugkraft, von der die ganze Stadt profitiert", hielt der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest. Wien ist mit dem höchsten Produktionswert innerhalb Österreichs im Ausmaß von 1,04 Milliarden Euro die Konjunkturlokomotive im heimischen Wohnbau. Der geförderte Wohnbau sichert jährlich mehr als 20.000 Arbeitsplätze und stärkt durch leistbares Wohnen zusätzlich die lokale Kaufkraft. "Allein in den Gebieten um den Hauptbahnhof, den Nordbahnhof, den Westbahnhof und in 'Eurogate' wurden bislang rund 6.400 neue geförderte Wohnungen errichtet und Wohnhäuser mit mehr als 12.700 Wohneinheiten gefördert saniert. Die Gesamtbaukosten dafür betrugen 1,44 Milliarden Euro, die Investitionen der Stadt 455 Millionen Euro", erklärte Ludwig.

Investitionen in die Bahnhofsinfrastruktur positiv für heimische Wirtschaft

"Im Ergebnis bieten Bahnhofsinvestitionen eine gesamtwirtschaftliche Mehrfachdividende. Auf mikroökonomischer Ebene sind sie ein Element der Aufwertung von Stadtvierteln mit dem Ergebnis einer höheren Lebensqualität. Auf makroökonomischer Ebene lösen Investitionen in die Bahnhofsinfrastruktur sowohl während der Bau- als auch während der Betriebsphase erhebliche Wertschöpfungs-und Beschäftigungseffekte in der heimischen Wirtschaft aus, wobei diese weit überwiegend den in der Region ansässigen Unternehmen zufließen. Ebenso wie Investitionen in das Streckennetz sind sie durch ein hohes Maß an Voraussehbarkeit und Planungssicherheit gekennzeichnet. Sie tragen damit zur Stabilisierung von Produktion und Beschäftigung in einem volatilen gesamtwirtschaftlichen Umfeld bei", resümierte Dr. Christian Helmenstein.

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