NÖGKK schafft 2013 ausgeglichenes Ergebnis

Zwei Milliarden Euro für die Gesundheit: Dank Konsolidierungskurs Ausbau der Versicherungsleistungen möglich

St. Pölten (OTS) - Ein Plus von 34,2 Mio. Euro (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) erwirtschaftete die NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) im Geschäftsjahr 2013. Das Gesamtbudget betrug 2.023 Mio. Euro. Dem niederösterreichischen Krankenversicherungsträger gelang es damit, das vierte Jahr in Folge positiv zu bilanzieren und das Vorjahresergebnis zu verbessern.

Obmann KR Gerhard Hutter präsentierte am 2. Juli den Rechnungsabschluss und freute sich über die guten Zahlen: "Der Konsolidierungskurs hat gefruchtet. Nach einer Überwei-sung in den Ausgleichsfonds für finanzschwächere Krankenkassen blieb uns ein solider Jahresüberschuss von 17 Mio. Euro." Diese Summe floss in die sogenannte Leistungssicherungsrücklage, mit der gesundheitliche Ausnahmezustände bestritten werden können. "Das offizielle Ergebnis ist damit eine schwarze Null", sagte Hutter. "Wir haben nun wiederholt ein ausgeglichenes wirtschaftliches Ergebnis erzielt, was in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht selbstverständlich ist. Wir sind ein verlässlicher und stabiler Partner im Gesundheitswesen."

Auf der Einnahmenseite wurden 1.993 Mio. Euro und ein Plus von 3,1 Prozent verbucht. Den größten Posten machen die Beitragseinnahmen mit 1.708 Mio. Euro aus. Die Gesamtaufwendungen betrugen 1.961 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent. "Den überwiegenden Teil haben wir für die Gesundheit unserer Anspruchsberechtigten in Form von Versicherungsleistungen aufgewendet", erklärte Hutter. "Das waren 1.901 Mio. Euro, pro Anspruchsberechtigten bedeutet das im Schnitt 1.627 Euro."

Der durchschnittliche Gesamtversichertenstand betrug 1 168 439 Personen. "884 133 waren beitragspflichtig versichert, rd. 300.000 waren beitragsfrei mitversichert", erklärte Hutter. "Das sind rund 26 Prozent unserer Anspruchsberechtigten. Sie verbrauchten im Vorjahr 198 Mio. Euro an Versicherungsleistungen - und das ohne jegliche Beitragsleistung."

513 Mio. Euro für Krankenanstalten, 493 Mio. Euro für ärztliche Hilfe

Die größten Ausgabenbereiche waren die Überweisung an den Krankenanstaltenfonds mit rund 513 Mio. Euro, ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen 493 Mio. Euro, Medikamente 441 Mio. Euro sowie Zahnbehandlung und Zahnersatz mit rund 111 Mio. Euro. Obmann Hutter wies darauf hin, dass Spitäler, ärztliche Leistungen und Medikamente mit 1.447 Mio. Euro drei Viertel der gesamten Versicherungsleistungen der NÖGKK ausmachten. "Pro Tag haben wir dafür 4 Mio. Euro aufgewendet", sagte Hutter. Für Krankengeld wurden insgesamt 113,8 Mio. Euro ausgegeben. Erwerbstätige bezogen im Durchschnitt 3,37 Tage Krankengeld, Arbeitslose hingegen 33,42 Tage. Der Verwaltungsaufwand machte im Vorjahr nur 2,2 Prozent der Ausgaben aus und betrug je Anspruchsberechtigten monatlich 3,24 Euro. "Das ist extrem niedrig", gab Hutter zu bedenken.

1716 Ärzte unter Vertrag, Ausbau der Versorgung

Obmann Hutter legte offen, dass trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage in wichtige Schlüsselbereiche investiert wurde und wies auf den steten Ausbau der Ärzteversorgung hin. "Landesweit haben wir 1 716 Ärztinnen und Ärzte unter Vertrag." Im letzten Jahr wur-den neun neue Planstellen bzw. Verträge für Allgemeinmedizin und 13 Facharztstellen (inklusive Gruppenpraxen) geschaffen und abgeschlossen. "Mit dem neuen Kassenvertrag für Ergotherapie haben wir außerdem eine Versorgungslücke bei den funktionellen Therapien geschlossen. Vor allem Kinder profitieren von den kostenfreien Therapieplätzen."
Darüber hinaus wurde Kindern und Jugendlichen ein unlimitierter Zugang zur Psychotherapie ermöglicht und gleichzeitig für Erwachsene das Stundenkontingent ausgebaut. Als besonders wichtige Investition sah Hutter die massive Erhöhung des Gesundheitsförderungs- und Präventions-Budgets um 28 Prozent.

Viel Arbeit für die Trendumkehr

Der Rechnungsabschluss 2013 ist gut ausgefallen. Die Vorschau auf das heurige Jahr ist aufgrund der prognostizierten Wirtschaftsdaten aber eingetrübt: Für 2014 wird ein Minus von 9,9 Mio. Euro berechnet. NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek gab in der Pressekonferenz zu bedenken, dass man im Vorjahr auch für das Ergebnis 2013 noch mit einem Abgang von über 15 Mio. Euro gerechnet hatte. Die geringere Steigerung bei den Ausgaben hat letztlich zum positiven Ergebnis geführt. "Der Umstand, dass aufgrund der konjunkturellen Bedingungen die Beitragsentwicklung in Niederösterreich die geringste Dynamik aller Bundesländer zeigte, belegt, dass das gute Ergebnis 2013 nicht hoch genug einzuschätzen ist", sagte Pazourek.

"Das Management unternimmt alle Anstrengungen, um das veranschlagte Ergebnis umzudrehen", erklärte der Generaldirektor. Auf der Aufwandsseite sei es wichtig, eine moderate Steigerung bei den Heilmitteln zu erreichen. Eine Vertragsvereinbarung mit der NÖ Ärztekammer soll die Laborkosten senken. "Durch Erhöhung der Effizienz der Gesundheitsversorgung soll die langfristige Finanzierbarkeit des öffentlichen solidarischen Gesundheitssystems sichergestellt werden", sagte Pazourek.

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