Die Spital 2014 - Kann die Reform das System retten?

Wien (OTS) - Der IIR Jahreskongress "Die Spital 2014" ist der größte Branchentreff der österreichischen Gesundheitswirtschaft. Am 25. und 26. Juni 2014 diskutierten die Keyplayer der Gesundheitsbranche mit den über 400 Teilnehmern. Ganz nach dem neuen Motto "Wissen, das bewegt" hat der Premium Konferenzanbieter IIR die Bundesminister Stöger und Hundstorfer, Österreichs Top-Experten, Opinionleader und einen Special Guest aus den USA (Boston) zusammengebracht.

Gesundheitsreform will radikalen Machtwechsel

Gesundheitsminister Alois Stöger setzte sich in seiner Keynote mit der Frage "Warum überhaupt die Gesundheitsreform machen?" auseinander und versicherte einen Machtwechsel. Denn während bisher die einzelnen Institutionen das Ruder in der Hand hatten, soll künftig dem Patienten mehr Macht zurückgegeben werden. Bundesminister Rudolf Hundstorfer sprach in seiner Keynote über die Zukunft der Pflege und darüber, dass er beispielsweise die derzeitigen 303 Entscheidungsträger auf 4 herunter schrauben will.
"Derzeit sind wir auf 5, am letzten wird gearbeitet", so der Minister, der darüber hinaus zahlreiche Strategien zum Ausbau der Pflege vorstellte.

Der "Gesundheitshunderter"

In der Plenumsdiskussion wurde vor allem die Primärversorgung zentral thematisiert. KR Mag. Julian Michael Hadschieff, Fachverband der Gesundheitsbetriebe, Wirtschaftskammer Österreich, vertritt die Meinung, dass Aufwendungen für das Gesundheitswesen vernünftiger eingesetzt werden müssten. Als gutes Beispiel nannte er den "Gesundheitshunderter", der für die Bürger einen unmittelbaren merkbaren Vorteil darstellt und wertvolle Anreize zur Gesundheitsvorsorge setzt.

Mag. Georg Ziniel, MSc, Gesundheit Österreich GmbH, sieht vor allem bei der Ausschöpfung knapper Mittel noch Potenzial nach oben. In Bezug auf Gesundheitsreform und Primärversorgung appelliert er an die Vertreter der Ärzteschaft und der Pflege, die Rahmenbedingungen nun mit Inhalten aufzufüllen. Mag. Bernhard Wurzer, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, betonte schlussendlich wiederholt die Bedeutung der Vernetzung - nicht nur von Bund, Ländern und Sozialversicherungen sondern vor allem der Gesundheitsberufe mit ihren jeweiligen Kompetenzen in der Versorgung der Menschen.

Neue Herausforderungen für die Pflege

Was kommt auf die Pflege(nden) zu? "More of the same" geht nicht mehr, so Präsidentin Ursula Frohner, ÖGKV - Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband, denn die Pflege muss den neuen Notwendigkeiten Raum geben, beispielsweise über die Ausbildungsreform. Prof. Dr. Robin Rumler, Pharmig, warnte davor, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Der Fokus sollte auf mehr gesunden Lebensjahren liegen - und dafür müssen alle Beteiligten weiter zusammenarbeiten.

"Reizwort ELGA" - Wie stark polarisiert die Elektronische Gesundheitsakte?

Auf dem besten Weg zu mehr Sachlichkeit sieht Frau Dr. Susanne Herbek, ELGA GmbH, die öffentlichen Diskussionen rund um die ELGA. In ihrer Keynote stellte sie die Rolle der ELGA als Zugpferd der Gesundheitsreform vor: ELGA soll vor allem ein Instrument, ein Werkzeug sein, um Berufsgruppen und Institutionen besser zu koordinieren und die bestehenden Strukturen effektiver zu vernetzen.

Vorreiter Boston Children's Hospital

Innovationen für Kostensenkung und Effizienzsteigerung sind in der sich rasch wandelnden Gesundheitsbranche unerlässlich und sollten von Führungskräften aktiv forciert werden, betonte Special Guest Naomi Fried, PhD, Leiterin des Innovation Acceleration Programme am Boston Children`s Hospital.

Weitere Informationen unter www.diespital.at

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Mag. (FH) Karin Grünauer, IIR Österreich GmbH,
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