Neue Filmprojekte mit 2 Millionen Euro gefördert

Förderzusagen der 3. Jurysitzung 2014 des Filmfonds Wien

Wien (OTS) - Die aktuellen Förderentscheidungen schicken eine Reihe neuer Kinoproduktionen in ihre Startlöcher. Neben fiktionalen Projekten von etablierten RegisseurInnen wie Barbara Albert und Uli Edel reihen sich Nachwuchsfilme, Genrestoffe sowie Dokumentar- und Kinderfilme ein, gleichermaßen national wie in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern produziert. Bei der dritten Sitzung im Jahr 2014 erteilte die Jury, bestehend aus Gabor Greiner, Peter Jäger, Alessandra Thiele, Andrea Willson und Gerlinde Seitner, insgesamt zwölf Projekten eine Zusage - eine Fördersumme in Höhe von 2.165.000 Euro wurde vergeben.

Zehn Projekte erhalten Herstellungsförderung in Gesamthöhe von 2.121.000 Euro.

Nach Motiven des Bestseller-Romans "Am Anfang war die Nacht Musik" von Alissa Walser verfasste Kathrin Resetarits ihr Drehbuch zu LICHT über eine blinde Pianistin im Wien des Rokoko: Von einem Wunderheiler zum Sehen gebracht wird die junge Maria Theresia Paradis von gesellschaftlichen Zwängen wieder zur Blindheit verurteilt. Persönliche Freiheit, Standes- und Geschlechtergrenzen, Identität und Selbstbestimmung sind die großen Themen dieses Historiendramas. Nikolaus Geyrhalter Film produziert mit LOOKS Film (D), Barbara Albert inszeniert, Maria Dragus, Valerie Pachner, Devid Striesow und Nicholas Ofczarek agieren.

Trautes Heim - doch ein Burn-Out des Vaters und der Autismus des sechsjährigen Sohnes führen in einen emotionalen Ausnahmezustand. Scheinbare Hilfe bringt der Familie ein junges Pärchen, das ins Nachbarhaus einzieht, doch die beiden verfolgen ein ganz anderes Ziel. Der Thriller EIN SICHERER ORT, produziert von Allegro Film, ist die erste lange Regiearbeit von Michael Ramsauer, der auch das Drehbuch verfasst hat. In den Hauptrollen spielen Andreas Kiendl, Ursula Strauss und Lili Epply.

Einmal die unliebsame Mathe-Lehrerin auf ein Miniformat schrumpfen - ein Gedanke, der vielen Schülern verlockend vorkommen mag. Im Familienfilm HILFE, ICH HAB MEINE LEHRERIN GESCHRUMPFT wird dieser Wunsch Wirklichkeit, ein Umstand, der dem jungen Felix neben anfänglichen Glücksgefühlen ein schlechtes Gewissen und schließlich jede Menge spannender Abenteuer beschert. Die deutsch-österreichische Verfilmung des Kinderbuchs von Sabine Ludwig wird von MINI Film koproduziert.

Das im Nationalsozialismus praktizierte Euthanasie-Programm bildet den historischen Rahmen für das Drama NEBEL IM AUGUST. Die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte des 13-jährigen Ernst, der von seinen Eltern getrennt und nach mehreren Heimaufenthalten schließlich in der Psychiatrie endet, schildert das tragische Leben eines rebellischen Jugendlichen im Dritten Reich. Uli Edel ("Christiane F.", "Der Baader-Meinhof-Komplex") inszeniert die deutsch-österreichische Koproduktion der Dor Film mit Collina Film. Es spielen Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt und David Bennent.

Reproduktionsmedizin gepaart mit der fortschreitender Entschlüsselung des menschlichen Genmaterials: Der Dokumentarfilm FUTURE BABY von Maria Arlamovsky bringt uns in die Zukunft der Fortpflanzung. Der individuelle Wunsch nach einem Kind, der medizinische Wunsch nach Gesundem und der staatspolitische Wunsch nach optimiertem Volk greifen ineinander: Wie weit wollen wir gehen? Eine Produktion der Nikolaus Geyrhalter Film.

Der Dokumentarfilm SEEING VOICES, eine Produktion der FreibeuterFilm, erzählt von vier gehörlosen Menschen in Wien: Eine Politikerin, ein Fitnesstrainer, ein Jugendlicher und ein Kind meistern in ihrem Alltag auf unterschiedliche Weise die Gratwanderung zwischen hörender und gehörloser Welt. Regisseur Dariusz Kowalski konnte mit seinem Dokumentarfilm "Richtung Nowa Huta" (2012) den großen Diagonale-Preis gewinnen.

Zwei Projekte erhalten Projektentwicklungsförderung in Höhe von 44.000 Euro.

Die elfjährige Emina versucht mit Hilfe ihrer Freunde die Abschiebung ihrer allerbesten Freundin aufzuhalten - das sorgt für Turbulenzen. An der Produktion für den Kinderfilm AMA arbeitet die Prisma Film mit Regisseurin Ulrike Schweiger.

Ein Film über Wiener Jugendkultur und Clubszene: "Slacker" Tommy ist weniger an seinem Studium interessiert als dem Nachtleben mit Drogen, Techno und Clubs - STARDUST. Das Drehbuch stammt von Michael Ginthör, Produktion: Novotny & Novotny.

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