Wr. Landtag - Stürzenbecher (SPÖ) und Kickert (Grüne): Adoption soll gleichgeschlechtlichen Paaren möglich werden!

Forderung nach absoluter rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung von Lesben, Schwulen und transidenten Personen

Wien (OTS/SPW-K) - Als Regenbogenhauptstadt Österreichs setzt sich Wien auch auf Bundesebene konsequent für die absolute rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen und transidenten Personen ein. "Es ist erschütternd, dass LGBT-Personen nach wie vor ständig mit Diskriminierung konfrontiert sind -beispielsweise bei der Wohnungssuche, bei der Ehe oder sogar bei der medizinischen Versorgung", betonen Gemeinderätin Dr.in. Jennifer Kickert (Grüne) und Gemeinderat Dr. Kurt Stürzenbecher (SPÖ). Deshalb wurde in der heutigen Sitzung des Wiener Landtages eine "Regenbogenresolution" eingebracht, die am letzten Tag des Pride-Monats ein bewusstes Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen und transidenten Lebensweisen setzt.

Eine Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) aus dem Jahr 2013 bestätigt die Notwendigkeit. Denn 33 Prozent der in Österreich befragten LGBT-Personen, gaben in einer Umfrage an - in Bereichen außerhalb der Arbeitswelt - wie etwa der Wohnungssuche, Opfer von Diskriminierung geworden zu sein. "Selbst der Diskriminierungsschutz im Bereich des gleichberechtigten Zugangs zu Dienstleistungen und Sachgütern entspricht in Österreich nach wie vor nicht dem Niveau der meisten anderen EU-Länder", so Kickert (Grüne). "Eine Ausdehnung des Diskriminierungsschutzes - das sogenannte 'Levelling-up' - ist ein unverzichtbarer Schritt am Weg zur rechtlichen Gleichstellung", so Stürzenbecher. Akuter Handlungsbedarf besteht des Weiteren in der rechtlichen Gleichstellung von Regenbogenfamilien: Gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern sind gesellschaftliche Realität, dennoch wird homosexuellen Paaren noch immer die Möglichkeit der Sukzessiv- und Fremdkindadoption verwehrt. Das muss sich rasch ändern!", fordern Kickert und Stürzenbecher unisono.

Die Bundesregierung wurde daher aufgefordert:

  • Den Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität auf den Bereich des Zugangs zu Dienstleistungen und Sachgütern auszuweiten ("Levelling-up")
  • Die Ehe zu reformieren und auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.
  • Die gemeinsame Adoption ("Fremdkindadoption") zu ermöglichen.
  • Die Kategorie "Nachname" für Eingetragene PartnerInnen im Namensrecht abzuschaffen.
  • Ein diskriminierungsfreies Umfeld für transidente Personen durch die freie Wahl des Vornamens und die Anerkennung des gelebten und empfundenen Geschlechts ohne pathologisierende Diagnosen zu schaffen.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus
Tom Woitsch
Kommunikation
Tel.: (01) 4000-81 923
tom.woitsch@spw.at
www.rathausklub.spoe.at

Grüner Klub im Wiener Rathaus
Mag.a Barbara Maier
Team Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 4000 81766
barbara.maier@gruene.at
www.wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10002