Dokumontag in ORF III über Vormarsch der Wüsten und ökologisch bedenkliche Nutzung von Sand

Außerdem: Burgschauspielerin Maria Happel im Künstlergespräch, Historiker Manfried Rauchensteiner bei den "Wiener Vorlesungen" zum Ersten Weltkrieg

Wien (OTS) - Der Dokumontag in ORF III wirft am 30. Juni einen kritischen und facettenreichen Blick auf schwerwiegende ökologische Probleme, die mit Sand und seiner Nutzung bzw. Ausbreitung verbunden sind. Die Produktionen "Sand - Die neue Umweltzeitbombe" (20.15 Uhr) und "Kanada: Das Geschäft mit dem Öl aus Sand" (21:35 Uhr) zeigen zunächst, wie die verstärkte industrielle Nutzung von Sand zum immer größeren Umweltproblem wird. Anschließend beleuchtet der Doku-Zweiteiler "Wüsten im Vormarsch" die zunehmende Ausbreitung ausgetrockneter, unfruchtbarer Landstriche auf zwei Kontinenten: So berichtet Folge eins "Chinas Kampf gegen den Sand" um 22.10 Uhr über jenes Land, in dem sich die Sandflächen am rasantesten verbreiten. Folge zwei "Europas Süden trocknet aus" zeigt um 22.55 Uhr am Beispiel Spaniens, dass auch der europäische Kontinent nicht vor -größtenteils menschlich verursachter - Verwüstung gefeit ist.
In Anschluss an den Sand-Schwerpunkt ist um 23.40 Uhr Historiker Manfried Rauchensteiner zu Gast bei den "Wiener Vorlesungen". Mit Hubert Christian Ehalt und Zeitgeschichteprofessorin Christa Hämmerle erörtert er die Frage "Erlösung durch den Krieg? - Österreich-Ungarn am Vorabend des Ersten Weltkriegs". Im Vorabend begrüßt Peter Fässlacher Burgschauspielerin Maria Happel als Gast bei den "ORF III Künstlergesprächen" (19.40 Uhr).

Die Sendungen im Detail:

"ORF III Künstlergespräche: Maria Happel im Gespräch mit Peter Fässlacher" (19.40 Uhr)

Moderator Peter Fässlacher begrüßt mit Maria Happel eine vielseitige Künstlerin zum Gespräch: Sie ist Schauspielerin, Komponistin, Sängerin, Regisseurin, Schauspiellehrerin, Organistin - und jüngst hat sie eine Biografie geschrieben. Im Interview spricht sie über ihre vielseitigen Interessen, übers Burgtheater, über ihre Erfahrungen als Regisseurin - aktuell führt sie beim "Käthchen von Heilbronn" bei den Perchtoldsdorfer Sommerspielen Regie -, über Edith Piaf, die sie schon ein Leben lang begleitet, und über ihren Glauben.

"Doku.Zeit: Sand - Die neue Umweltzeitbombe" (20.15 Uhr)

Sand ist heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte. Man findet ihn in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Putzmitteln, aber auch in elektronischen Produkten und Stahlbeton. Nun ist zum Beispiel Wüstensand nicht zur Betonverarbeitung geeignet. Deshalb haben Baukonzerne bislang Sand aus Flussbetten oder Kiesgruben abgebaut. Da dieser Vorrat langsam zur Neige geht, hat die Bauwirtschaft den Meeresboden ins Visier genommen und damit eine ökologische Zeitbombe aktiviert. Der Dokumentarfilm erläutert die Zusammenhänge und Hintergründe einer verheerenden Wertschöpfungskette und fördert mit Unterstützung von Wissenschaftern und NGOs eine beispiellose menschliche, soziale und ökologische Katastrophe zutage.

"DokuMente: Kanada: Das Geschäft mit dem Öl aus Sand" (21:35 Uhr)

Einem weiteren ökologisch bedenklichen Phänomen in Verbindung mit Sand widmet sich danach "Kanada: Das Geschäft mit dem Öl aus Sand". Das meiste Öl gewinnt die USA nicht aus dem neuen Fracking-Verfahren und es kommt auch nicht aus dem Mittleren Osten sondern aus Kanada:
Jeden Tag liefern die Kanadier mehr als zwei Millionen Barrel in die USA - Rohöl gewonnen aus Ölsand, mit einem ungeheuren technischen Aufwand und desaströsen Folgen für die Natur.

"DokuMente: Wüsten im Vormarsch": "Chinas Kampf gegen den Sand" (22.10 Uhr) und "Europas Süden trocknet aus" (22.55 Uhr)

Die bedenkliche Ausdehnung von Wüstenflächen weltweit nimmt die zweiteilige Doku-Reihe "Wüsten im Vormarsch" unter die Lupe. Im ersten Teil geht es um "Chinas Kampf gegen den Sand". Bereits mehrere Regionen Chinas sind durch zunehmende Trockenheit unbewohnbar geworden. Um die fortschreitende Versteppung und Verwüstung einzudämmen, werden nun Milliarden von Bäumen gepflanzt und weite Grünflächen angelegt. Der zweite Teil der Reihe zeigt mit "Europas Süden trocknet aus" die Folgen menschlichen Fehlverhaltens in Europas Süden. So wurde beispielsweise Spaniens Ökosystem durch exzessive Landwirtschaft, steigenden Wasserverbrauch und wachsende Bodenerosion bereits irreparabel geschädigt.

"Wiener Vorlesungen: Erlösung durch den Krieg? - Österreich-Ungarn am Vorabend des Ersten Weltkriegs" (23.40 Uhr)

Österreich zwischen Aufbruchsstimmung und ängstlicher Betroffenheit:
Im Sommer 1914 mündete diese heterogene Gemengelage im Beginn des Ersten Weltkriegs. Nachdem die Habsburgermonarchie als unregierbar galt, wollte man in eine neue Zeit aufbrechen. Auf mehr als 1200 Seiten hat Manfried Rauchensteiner, ehemaliger Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien, die Zeit des Anfangs vom Ende der Monarchie in Österreich zusammengefasst. Im Gespräch mit Hubert Christian Ehalt gibt er Einblick in die Ergebnisse seiner Forschung, unterstützt von Zeitgeschichteprofessorin Christa Hämmerle.

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