ÖBB bestätigen Übermittlung einer Sachverhaltsdarstellung an Korruptionsstaatsanwaltschaft

Im Zusammenhang mit der Fa. Express-Interfracht

Wien (OTS) - Seit der Gründung der ÖBB Compliance Abteilung Anfang 2012 arbeitet der Konzern mögliche Korruptionsfälle der Vergangenheit sachlich auf und leitet die notwendigen Schritte zur Aufklärung ein.

Im Zuge Ihrer systematischen Prüfungshandlungen ist die Compliance-Abteilung der ÖBB bei der Untersuchung von Geschäftsvorgängen aus den Jahren 1997 bis Ende 2006 bei der Express Interfracht auf Unregelmäßigkeiten gestoßen. Nach intensiven internen Untersuchungen über einen Zeitraum von 12 Monaten haben die ÖBB schließlich im Mai 2014 eine Sachverhaltsdarstellung an die Korruptionsstaatsanwaltschaft übermittelt.

Auf Basis des heutigen Wissensstandes ist davon auszugehen, dass es in der Vergangenheit (1997 bis 2006) seitens der Express Interfracht zu "Zahlungen ohne ersichtliche Gegenleistungen" gekommen ist. Weiters ging es um eine zweifelhafte Vergabe eines Kredites im Jahr 2001, dessen Raten bis 2009 getilgt wurden. Den ÖBB ist dadurch -abseits etwaiger strafrechtlicher Implikationen - ein möglicher finanzieller Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden.

Das Unternehmen wird diesen Schaden auch auf dem Zivilrechtsweg geltend machen und das Geld zurückfordern, denn die ÖBB sind verpflichtet im Interesse des Unternehmens ÖBB und im Interesse der Steuerzahler zu handeln.

Die Sachverhaltsdarstellung betreffend Express Interfracht wurde seitens des Holding Vorstandes, nach der entsprechenden Information an den Holding-Aufsichtsrat, eingebracht.

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