Kampfansage gegen Vermögenssteuern am Bauerntag

NÖ Bauernbund stellt Einigkeit, Stärke und Zusammenhalt in Wieselburg unter Beweis.

St. Pölten (OTS) - Eindrucksvoll hat heute der NÖ Bauernbund in Wieselburg im Rahmen der "Inter-Agrar"-Messe seine Einigkeit und Stärke als politische Interessensvertretung der Landwirte in Niederösterreich unter Beweis gestellt: Gut 1500 Mitglieder, Funktionäre und Besucher waren trotz heißen Wetters der Einladung von NÖ Bauernbundobmann NAbg. Hermann Schultes und Direktorin Klaudia Tanner zum bereits vierten Niederösterreichischen Bauerntag gefolgt, der diesmal unter dem Motto "Zusammen stark. Gemeinsam vorwärts" stand.

Nicht weniger hitzig wie die hochsommerlichen Temperaturen und die Stimmung im Festzelt war die Auseinandersetzung der Spitzenfunktionäre mit den politischen Gegnern. Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf erteilte den neuerlich von Seiten der SPÖ und der Arbeiterkammer propagierten Steuer- und Belastungsideen eine deutliche Abfuhr: "Jede neue Besteuerung würde die Produktion belasten, Investitionen verhindern und damit die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaft senken.", so Pernkopf und warnte: "Herr Bundeskanzler Faymann, ich sage Ihnen: Mit Existenzen spielt man nicht, schon gar nicht mit den Existenzen unserer bäuerlichen Familienbetriebe!" Grund und Boden seien für die Bäuerinnen und Bauern nämlich keine Luxusgüter, stimmte Landesrat Pernkopf mit Direktorin Tanner überein, "sondern ihre Existenzgrundlage und Basis für die Lebensmittelproduktion und ihre Leistungen für Gesellschaft und Umwelt."

"Jede neue Besteuerung würde die Ertragsfähigkeit unserer Landwirtschaft erheblich senken. Wer den Bauern den Acker unter dem Traktor wegbesteuern möchte, dem sage ich ganz klar: Bei uns in Niederösterreich sicher nicht", lautete denn auch die Kampfansage Pernkopfs.

Der Agrarlandesrat sprach sich ebenso klar gegen das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) in seiner derzeitigen Form aus: " Das wäre ein Freibrief für das Chlorhendl, das keiner braucht, für Hormonfleisch und Dumpingpreise." Für die Agrarreform 2015 bis 2020 müssten die Gelder für die Ländliche Entwicklung spätestens im Herbst in Brüssel genehmigt werden, um den bäuerlichen Betrieben die notwendige Planungssicherheit bieten zu können.

Bauernbundobmann NAbg. Hermann Schultes hob einmal mehr die Bedeutung eines starken Bauernbunds für den ländlichen Raum hervor. Wie schon die mühsamen Verhandlungen zum neuen Programm der Ländlichen Entwicklung, das derzeit in Brüssel vorliegt und im Herbst genehmigt werden soll, zeigten, sei die allgemeine Situation für die Bäuerinnen und Bauern nicht einfach. Die Landwirtschaft gerate von vielen Seiten - Stichworte Grundeigentum, Produktionsbedingungen, Steuern, Einheitswert, Tier- und Pflanzenschutz, etc. - unter Druck. Schultes: "Wir fordern eine Absicherung der bäuerlichen Einkommen über Produkte zu angemessenen Preisen. Eine wettbewerbsfähige Produktion muss möglich sein." Speziell in Hinsicht auf die weniger werdenden öffentlichen Mitteln für die Landwirtschaft komme dem Produktpreis, den die Bäuerinnen und Bauern erlösen können, eine steigende Wichtigkeit zu, "um weiterhin regionale und hochqualitativ wertvolle Lebensmittel erzeugen und den Menschen den Tisch decken zu können", so Schultes: "Dazu sind die Konsumentinnen und Konsumenten unsere wichtigsten Partner, denn jeder Griff zu einem heimischen Produkt im Regal ist auch ein Auftragsschein für die heimische 'Wirtschaft am Land'." Ebenso hob der Bauernbundobmann die Geschlossenheit und gestalterische Komponente der Bauern in Niederösterreich hervor: "Wir arbeiten für das Land und seine Bürger, egal ob Bio oder konventionelle Landwirtschaft, egal ob Voll-oder Nebenerwerbsbetriebe." Der Bauernbund sei das Dach über alle Produktionssparten und Bewirtschaftungsweisen.

Auf die vielfältigen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für Gesellschaft und Umwelt wies Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner hin:
"Vier Prozent der NÖ Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Diese vier Prozent versorgen 100 Prozent der Bevölkerung im Land mit regionalen und sicheren Lebensmitteln sowie mit Erneuerbarer Energie und sorgen für eine gepflegte Landschaft und die Erhaltung von Kultur und Tradition." Dazu strich Tanner die Mobilisierungsstärke des Bauernbunds in politischer Hinsicht hervor: "Die niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern haben ihre Schlagkraft innerhalb der ÖVP eindrucksvoll unter Beweis gestellt - und bei der Landtags- Nationalrats- und Europa-Wahl einen Triple-Erfolg an Stimmenzugewinnen erzielt." Dieser "Wahl-Hattrick" bestätige, dass die Wählerinnen und Wähler im ländlichen Raum den konstruktiven sowie sachorientierten Kurs des Bauernbunds gewürdigt haben. Mit diesen Wahlergebnissen erhält der Niederösterreichische Bauernbund eine Rückenstärkung unter allen Bauernbund-Landesorganisationen, einen neuen Stellenwert innerhalb der Volkspartei und gleichzeitig den Arbeitsauftrag seinen Weg fortzusetzen, so Direktorin Tanner: "Wir werden uns auch in Zukunft konsequent für unsere bäuerlichen Familienbetriebe und die Menschen im ländlichen Raum einsetzen."

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Kostiha
NÖ Bauernbund/Presse
Ferstlergasse 4, 3100 St. Pölten
Tel.02742/9020-2330,
Mobil: 0664/230 318 3

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001