Musiol: 29 Schließtage im Kindergarten pro Jahr sind Zumutung für Familien

Grüne: 15a Vereinbarung bedeutet Rückschritt bei Schließtagen

Wien (OTS) - "Dass ein Kindergarten allein in den Sommermonaten in Vorarlberg an 38 Tagen und in Tirol an 29 Tagen geschlossen ist, finde ich höchst problematisch", sagt Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen und ergänzt: "Selbstverständlich brauchen auch Kindergartenkinder Urlaub und Zeit sich zu erholen. Es kann aber nicht sein, dass Eltern die Sommerferien nur mit dem Aufbrauchen ihres gesamten Urlaubs überbrücken können".

"Kindergärten und Krippen haben zudem nicht nur im Sommer geschlossen sondern auch zu Weihnachten und Ostern. An 29 Tagen ist ein Kindergarten 2013 im Schnitt in Österreich geschlossen. Mehr also, als eine ArbeitnehmerIn Urlaub hat. Besonders betroffen sind Familien, die im Westen Österreichs leben. 55 Tage sind in Vorarlberg und 46 Tage in Tirol zu überbrücken. Wie soll das eine Familie organisieren, in der beide Elternteile arbeiten gehen?", fragt sich Musiol.

Die Regelung der Schließtage sowie der Öffnungszeiten ist in der Verantwortung der Länder. Dennoch hat der Bund Einflussmöglichkeiten und nutzt diese viel zu wenig. In der kürzlich verhandelten 15a Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung hat der Bund gerade einen Rückschritt in punkto Schließtage gemacht. Während es bislang notwendig war, 47 Wochen pro Jahr geöffnet zu haben um einen Bundeszuschuss zu bekommen, reichen ab 2014 nur mehr 45 Wochen. Es gibt zwar mehr Geld, wenn 47 Wochen erreicht werden, aber all das basiert auf der Freiwilligkeit der Länder. "Qualität in der Bildung und die Möglichkeit Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, darf aber nicht von der Finanzkraft einzelner Gemeinden abhängen", sagt Musiol.

"Es ist höchste Zeit, dass der Bund seine Verantwortung für die ersten Bildungseinrichtungen in unserem Land wahrnimmt und einheitliche verpflichtende Qualitätskriterien für Krippen und Kindergärten vorgibt", schließt Musiol.

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