Wimmer: Neuer ÖIAG-Aufsichtsrats-Vorsitzender Wolf ist schlechtes Omen

Mit Mitterbauer endet Ära eines wenig erfolgreichen Vorsitzenden; Bestellmodus des Aufsichtsrates und ÖIAG an sich müssen reformiert werden

Wien (OTS/SK) - "Schon bisher war nicht nachvollziehbar, warum der für russische Konzerne tätige Manager Siegfried Wolf im Aufsichtsrat der ÖIAG sitzt. Dass ein Mann, der für Privatisierung steht, nun auch noch Vorsitzender dieses Gremiums wird, ist ein schlechtes Omen", kommentiert SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer die heutige Wahl Wolfs zum Aufsichtsrats-Vorsitzenden der ÖIAG. ****

Gleichzeitig endet die Ära des wenig erfolgreichen ÖIAG-Aufsichtsrats-Vorsitzenden Mitterbauer. "Seine Amtszeit ist von vielen Fehlentscheidungen geprägt. Zum Schluss dürften chaotische Zustände geherrscht haben", ist Wimmer in Hinblick auf die Vorgänge rund um den Telekom-Syndikatsvertrag überzeugt.

Klar ist für Wimmer, dass eine Reform der ÖIAG immer dringender wird:
Erstens muss die ÖIAG eine moderne Standort-Holding mit einer klaren Strategie im Interesse des Industriestandortes Österreich werden. Zweitens muss die unter Schwarz-Blau eingeführte und mittlerweile sogar von ihrem Erfinder Claus Raidl heftig kritisierte "Selbsterneuerung" des Aufsichtsrates ein Ende haben.

Abschließend verweist Wimmer auf die politische Verantwortung: "In den letzten Wochen wurde von der ÖIAG die Telekom an einen mexikanischen Tycoon quasi verschenkt, eine ehemalige freiheitliche Vizekanzlerin zog in den 'entpolitisierten' Aufsichtsrat ein, der wiederum vom 'Kanzlerkandidaten' des Team Stronach geleitet wird. Finanzminister Spindelegger ist als Eigentümervertreter entweder nicht willens oder nicht in der Lage, hier seinen Einfluss im Interesse der Republik geltend zu machen." (Schluss) rp/dm

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